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	<title>Kalimera im griechischen Kafenio&#187; Kafenio-Philosophie: Wie weit ist eigentlich der Horizont entfernt? &#8212; Kalimera im griechischen Kafenio</title>
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	<description>Kafenio ist die Bezeichnung für ein traditionelles griechisches Kaffeehaus. Kafenia dienen in Dörfern und Stadtbezirken als soziale Mittelpunkte, in den man sich nach der Arbeit auf ein Gespräch, ein Karten- oder Backgammon-Spiel trifft, und Diskussionen über eigene Probleme, und natürlich die anderer Leute führt.</description>
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		<title>Wie weit ist eigentlich der Horizont entfernt?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 13:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kafenio-Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreta]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit, um genau zu sein am Sonntag, dem 5. 9. 1999 so gegen 15 Uhr Ortszeit, sind wir in Chania auf Kreta entlang der Hafenmauer spaziert. Es hatte wohl reichliche 35°C im Schatten, vielleicht auch noch deutlich mehr. Das hat uns aber nicht weiter gestört, da unser kretisches Lustwandeln fand ohnehin fast ausschließlich im Sonnenschein stattgefunden hat. Und was interessiert es uns in der Sonne schon, wie warm es im Schatten ist?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start -->
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/85465967@N00/3471329383" rel="nofollow" ><img src="http://farm4.static.flickr.com/3391/3471329383_1a28337945_m.jpg" alt="Τραπεζάκια έξω..." title="Τραπεζάκια έξω..." hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0px 0px 10px 10px;" /></a>Da ist mir doch tatsächlich beim Durchsehen uralter Sicherungskopien ein ebenso uralter Artikel in die Hände gefallen, einer, den ich vor Ewigkeiten &#8211; als es noch keine Blogs, sondern nur einfache Webseiten gab <img src='http://kafenio.eu/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' title="Wie weit ist eigentlich der Horizont entfernt?" />  &#8211; mal verfasst habe. Und da die Basis der Handlung des Artikels auf Kreta stattfindet, bringe ich es nicht übers Herz, diesen wertvollen Beitrag wieder mit den Sicherungskopien verstauben zu lassen.</p>
<p>Viel Spaß also bei diesem Relikt aus dem letzten Jahrtausend&#8230;</p>
<h2>Vorgeschichte</h2>
<p>Vor einiger Zeit, um genau zu sein am Sonntag, dem 5. 9. 1999 so gegen 15 Uhr Ortszeit, sind wir in Chania auf Kreta entlang der Hafenmauer spaziert. Es hatte wohl reichliche 35&deg;C im Schatten, vielleicht auch noch deutlich mehr. Das hat uns aber nicht weiter gestört, da unser kretisches Lustwandeln fand ohnehin fast ausschließlich im Sonnenschein stattgefunden hat. Und was interessiert es uns in der Sonne schon, wie warm es im Schatten ist?</p>
<p>Während wir Fische im Wasser beobachtend dahin geschlendert sind, ist mir urplötzlich in den Sinn gekommen, daß die Griechen ja eigentlich einen sehr eng begrenzten Horizont haben: Zu einer Stadt, die international <i>Chania</i> heißt, sagen sie <i>Hania</i> und schreiben gar <i>Xania</i>.</p>
<p>Dieser Gedankengang hat in mir sofort einen ununterdrückbaren Wissensdurst geweckt: <b>Wie weit ist eigentlich mein Horizont entfernt?</b></p>
<p><span id="more-2041"></span></p>
<p>Durch diese plötzlich hervorgerufenen Selbstzweifel völlig verunsichert steuerten wir daraufhin sofort ein sehr nettes Kafenio an.</p>
<p>Hier begannen wir Überlegungen anzustellen, wie eigentlich die Entfernung des Horizontes zu berechnen war. Nach nur einem entliehenen Kugelschreiber, einer entwendeten Serviette, zwei doppelten Ouzo und zwei verirrten theoretischen Überlegungen waren unsere trigonometrischen Forschungen so weit gediehen, daß wir mit einer grobe überschlagsrechnung &#8211; wer quält sich bei einer solchen Hitze schon gerne mit Dezimalstellen oder gar exakten Quadratwurzeln &#8211; unseren Horizont bestimmen konnten.</p>
<p>Das Ergebnis war &#8211; nachträglich betrachtet &#8211; recht genau, aber dennoch äusserst niederschmetternd. Um einen einigermaßen akzeptablen Horizont zu erlangen, hätte man zumindest einen Berg erklimmen müssen. Was bei gut 35&deg;C im Schatten natürlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Aus lauter Frust darüber mussten wir uns noch einen Ouzo genehmigen, um den Alltag nach dieser Selbsterkenntnis besser ertragen zu können.</p>
<h1>Theorie zur Berechnung der Entfernung zum Horizont</h1>
<p><a href="http://kafenio.eu/wp-content/uploads/horizont.gif"><img src="http://kafenio.eu/wp-content/uploads/horizont.gif" alt="horizont Wie weit ist eigentlich der Horizont entfernt?" title="horizont" width="331" height="343" class="alignleft size-full wp-image-2042" /></a>
<p>Wie aus dieser grenzgenialen Skizze (die Originalskizze ist leider auf der Serviette in besagtem Kafenio zurückgeblieben, aber es handelt sich hier um eine aus dem Gedächtnis rekonstruierten detailgetreuen Nachbildung) leicht zu erkennen ist, kann man mit Kenntnis der Werte der Platzhalter h und r und der Erkenntnis eines ziemlich alten aber auch ziemlich bekannten Griechens namens Pythagoras, sowie allgemein zugänglichem trigonometrischen Fachwissens die Unbekannte d berechnen.</p>
<table border="1" cellpadding="2" cellspacing="1">
<tr>
<td colspan="2"><b>Wissensbasis</b></td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;" width="40">r</td>
<td>Entfernung der Meereshöhe vom Erdmittelpunkt, gemeinhin als Erdradius bezeichnet.</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;">h</td>
<td>Höhe der Augen des Horizontsuchenden über dem Meer.</td>
</tr>
<tr>
<td style="text-align: center;">d</td>
<td>Distanz des Horizontes vom Betrachter.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2">Eine beliebige Tangente eines Kreises steht immer normal zu der Strecke, die sich durch den Berührungspunkt des Kreises mit der Tangente und den Mittelpunkt des Kreises ergibt.</td>
</tr>
<tr>
<td colspan="2">Die Summe der Quadrate der Katheten in einem rechtwinkeligen Dreieck ist gleich dem Quadrat der Hyptenuse.</td>
</tr>
</table>
<p style="clear: both;" />
<p>Verbal ausgedrückt kann man also als obiger Skizze folgern, dass die Summe des Quadrates des Radius der Erde und des Quadrates der Distanz des Horizontes zum Auge des Horizontsuchenden gleich dem Quadrat des Abstandes der Augen des Horizontsuchenden vom Erdmittelpunkt ist. Wer diesen Satz bei 35%deg;C nach zwei Ouzo versteht sollte dringend einen Arzt aufsuchen.</p>
<p>Mathematisch-formal ausgedrückt heißt das:</p>
<p>r&sup2; + d&sup2; = ( r + h )&sup2;<br />
Mittels einfacher Transformationen kann diese Formel in eine explizite Form bezüglich d gebracht werden.<br />
r&sup2; + d&sup2; = r&sup2; + 2rh + h&sup2;<br />
d&sup2; = 2rh + h&sup2;<br />
d = ( 2rh + h&sup2; ) <sup>&frac12;</sup> = sqrt( 2rh + h&sup2; )
</p>
<p>Der Erdradius wird für die Äquatorregion mit 6378,388km, für die Polargebiete mit 6356,912km angegeben. Bei entsprechender Würdigung des Satzes der Impulserhaltung, des durchschnittlichen Kaloriengehaltes von 100ml Bier (45 bis 60kcal), des mittleren Abstandes des Planeten Jupiter zur Sonne und anderer hier völlig nutzloser theoretischer Konstrukte (zusammengefasst: empirischer erworbener Pragmatismus) entscheidet man sich am besten dafür, einfach das arithmetische Mittel zu bilden. Dadurch erhält man sicher  einen brauchbaren Wert für unsere europäischen Breitengrade.</p>
<p>Für unsere Rechnung ergibt sich somit:</p>
<p>r = &frac12; ( 6356,912km + 6378,388km ) = 6367,65km
</p>
<p>Das Problem der Augenhöhe ist im Allgemeinen leider nur empirisch zu ermitteln, ein Maßband leistet bei der Bewältigung dieser Aufgabe gute Dienste. Ist die Höhe der Augen aber erst einmal bekannt, steht einer Berechnung des eigenen Horizontes also nichts mehr im Wege.</p>
<p>Unten im Artikel findet sich ein einfacher Rechner, der es jedem erlaubt, seinen eigenen Horizont &#8211; oder den von beliebigen Mitmenschen &#8211; zu bestimmen.
<p/>
<h1>Schlussfolgerungen aus dieser Berechnung</h1>
<p>Aus diesen Berechnungen ergeben sich doch einige wichtige Erkenntnisse.</p>
<ul>
<li>Da die Griechen eine geringere durchschnittliche Körpergröße als Mitteleuropäer haben, ist ihr Horizont tatsächlich etwas eingeengter als unserer. Man darf ihnen also ihre komische Sprech- und Schreibweise nicht übel nehmen, sie können nichts dafür.</li>
<li>Man (vor allem Mitteleuropäer) sollte bei oben angeführten Temperaturen und sengender Sonne auf <i>gar keinen Fall ohne Sonnenschutz</i> durch Chania/Hania/Xania marschieren. Die merkwürdigsten Erkenntnisse können eintreffen.</li>
<li>Das Problem des Abstandes zum Horizont ist mit dieser Berechnung eigentlich nur teilweise gelöst. Hier wird der Abstand des Horizontes zum Auge des Betrachters berechnet, und das Auge blickt bekanntlich ja gradeaus. Der Abstand des Horizontes zu den Füßen des Betrachters ist aber nach wie vor unbekannt. Unklar ist weiters, ob der Abstand der Füße zum Horizont bei den zu erwartenden Entfernungen als direkte Verbindungsgerade gesehen werden darf, oder der Erdkrümmung folgend als Kreisbogensegment berechnet werden muss.</li>
<li>Interessant und signifikant werden diese theoretischen Unterschiede in der Abstandsmessung wohl erst, wenn mit Hilfe der Gentechnik Menschen entstehen, die über 10.000m Körpergröße und damit auch entsprechende Augenhöhe haben.</li>
<li>Geklärt ist jetzt zwar, wie weit der Horizont entfernt ist. Aber wie man den Horizont vollständig entfernen kann, oder ob dies überhaupt möglich ist, ist noch unbeantwortet.</li>
</ul>
<p></p>
<p>Aber all diese Probleme werden wohl erst gelöst werden, wenn ich das nächste Mal irgendwo in der Sonne vor mich hinsieche, und urplötzlich wieder den Drang verspüre, die Welt zu verbessern.</p>
<h1>Praktische Berechnung der Entfernung zum Horizont</h1>
<form name="horizont" onsubmit="return false;">
<table border="0">
<tr>
<td style="text-align: right;">Höhe der Augen [cm]</td>
<td style="text-align: left;">
<input type="text" name="height" size="6" value="175"></input>
</td>
<td>&nbsp;&nbsp;=>&nbsp;&nbsp;</td>
<td style="text-align: right;">Entfernung des Horizonts [m]</td>
<td style="text-align: left;">
<input type="text" name="horizont" size="10" value="" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="4" style="text-align: left;">
<input type="button" value=" Horizont berechnen " onclick="CalcHoriz(); return true;"></input>
</td>
</tr>
</table>
</form>
<p><script type="text/javascript">function CalcHoriz() { var d = 0; var r = 6367650; var h = parseFloat(document.forms["horizont"].height.value) / 100; if (h<=0) { alert("Bei der angegebenen Höhe Deiner Augen befinden sich sowohl Dein Mund als auch Deine Nase unter Wasser. Du hast dringendere Probleme als die ermittlung der Entfernung zum Horizont!"); } else if (h>0) { document.forms["horizont"].horizont.value = Math.ceil(Math.sqrt(2*r*h+h*h)); } else { alert("Die angegebene Höhe ist ungültig."); } }</script></p>
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</ul>

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		<title>Steigerungsstufe von Go To Hell!: Go To Hellas!</title>
		<link>http://kafenio.eu/philosophie/steigerungsstufe-von-hell-hellas/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=steigerungsstufe-von-hell-hellas</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 11:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kafenio-Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Aber warum glaubt denn plötzlich jeder von den Regeln der Moral, Ethik und guten Erziehung befreit worden zu sein, und ganz frei von Kultur über Griechenland reden zu dürfen? Und noch viel wichtiger: Warum haben plötzlichen so viele ansonsten wohl erzogene und kultivierte Menschen das Bedürfnis das zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start -->
<h2>Go To Hell!</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/53074617@N00/1128495207" rel="nofollow" ><img src="http://farm2.static.flickr.com/1095/1128495207_783b100e2e_m.jpg" alt="Port of Rethymno" title="Port of Rethymno" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Tatsache ist, dass Griechenland schon Hochkultur hatte, als Mitteleuropa noch in der Steinzeit steckte, und &#8211; wie griechische Medien als Antwort auf die Provokation des Nachrichtenmagazins Focus &#8211; noch Bananen gefressen hat. Tatsache ist auch, dass Griechenland derzeit finanziell mehr Probleme hat, als andere Staaten der EU. Tatsache ist aber auch, dass alle anderen Staaten der EU ebenso finanzielle Probleme haben, nur halt noch nicht aus dem A-Rating der Finanzwelt rausgerutscht sind. Aber recht weit fehlt es bei einigen nicht mehr.</p>
<p>Plötzlich ist jeder Finanzexperte, insbesondere die Redakteure diverser Magazine und Nachrichtenblätter mit fragwürdigem Niveau. Alle wissen plötzlich was Griechenland zu tun hätte, um wieder finanziell gesund zu werden: Inseln verkaufen, etc. etc. etc.<br />
Kurz gesagt: Griechenland soll es so machen wie die &#8220;anständigen Staaten&#8221; a la Deutschland oder Österreich.</p>
<p>Warum also stürzen sich alle mit ungewohntem Hass auf Griechenland, und beschimpfen und belehren Griechenland, als wäre dort plötzlich etwas anders als es in den letzten Jahren immer gewesen ist? Griechenland ist doch nach wie vor auch 2010 eine der beliebtesten Urlaubsdestinationen Mitteleuropas.<br />
<span id="more-2023"></span></p>
<h2>Go To Hellas!</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/33834913@N00/2770673765" rel="nofollow" ><img src="http://farm4.static.flickr.com/3044/2770673765_26d77619ef_m.jpg" alt="Athènes - Plaka - 10-08-2008 - 17h31" title="Athènes - Plaka - 10-08-2008 - 17h31" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Erst wurden wir armen Bewohner der Welt von sinnlos hohen Spritpreisen getroffen, verursacht von namenlosen Spekulanten. Noch bevor die Erdölprobleme gelöst waren hat uns Bewohner der Welt die Weltwirtschaftskrise getroffen, verursacht von namenlosen Hedgefonds, Banken und sonstigen Finanzinstituten.</p>
<p>Und noch bevor die Weltwirtschaftskrise vorbei ist, wird der europäische Wirtschaftsraum und unser geliebter Euro nach unten gezogen, weil Griechenland das A-Rating verloren hat. Alles was sich da plötzlich verändert hat, ist der die Änderung des Ratings, Griechenland bzw. die Griechen haben nicht plötzlich aufgehört zu arbeiten, oder sonst was. Alles ging den Gang der letzten Jahre weiter in Griechenland. Nur dass jetzt alle Griechen stöhnen unter dem was auf sie zukommt: die Sanierung des Staatshaushaltes.</p>
<p>Aber der Rest Europas hat plötzlich eine andere Situation. Stimmt schon, auch wir alle müssten dringend unsere Staatshaushalte sanieren, aber da wir noch A-Ratings haben, kann das doch auf die nächste Legislaturperiode geschoben werden. Was sich aber geändert hat ist folgendes:</p>
<p><strong>DAS BÖSE HAT JETZT EINEN NAMEN!</strong></p>
<p>Das Böse das uns seit Jahren vor sich hergetrieben hat, hat jetzt einen Namen: <strong>Griechenland</strong>.</p>
<p>Und das ist doch was der Volksseele gefehlt hat: Ein klares Feindbild, etwas dem man einen Namen geben kann, endlich irgendwas oder irgendwer der die Schuld zu tragen hat. Und wunderbarerweise sind wir bei den anderen, nicht beim Feindbild mit dabei. Juhuuuu, welch noble Entwicklung.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/53074617@N00/925257946" rel="nofollow" ><img src="http://farm2.static.flickr.com/1242/925257946_ffee668496_m.jpg" alt="Diamonds" title="Diamonds" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Ja gut, einerseits werfen wir Griechenland nichts getan zu haben. Statt den Staatshaushalt zu sanieren haben sie falsche Zahlen nach Europa geschickt. Jaaa, es war wohl schon seit 2004 bekannt, dass die Zahlen nicht stimmen können. Aber Griechenland hatte noch das A-Rating, also kann alles auf die nächste Legislaturperiode geschoben werden. Was Griechenland ja auch getan hat: Kaum waren die Wahlen geschlagen ist die Aussichtslosigkeit offensichtlich geworden und die Bombe geplatzt.</p>
<p>Korrupte Regierung? In Griechenland? Nein, wird keiner abstreiten. Erst recht kein Grieche. Aber allein die Bezeichnung <em>&#8220;korrupte Regierung&#8221;</em> verwundert mich etwas. Heutzutage, wo alle Staaten gegen Staatsschulden kämpfen, wo alle Regierungen ums Überleben und das eigene Leben nach den nächste Wahlen kämpfen, würde es da nicht reichen einfach <em>&#8220;Regierung&#8221;</em> zu sagen? Und <em>&#8220;sehr Regierung&#8221;</em> bzw. <em>&#8220;wenig Regierung&#8221;</em> als kurze Bezeichnung für <em>&#8220;sehr korrupt&#8221;</em> bzw. <em>&#8220;wenig korrupt&#8221;</em> zu sagen?</p>
<p>Andererseits werfen wir Griechenland vor, faul zu sein, nur EU-Subventionen zu kassieren, nicht mit dem nötigen Einsatz im gestressten Ringelspiel der produktiven Staaten mitzumachen. Aber haben wir denn das getan, was in einer (europäischen) Gemeinschaft Standard sein sollte? Haben wir je versucht gemeinsam erfolgreich zu sein, oder hat nicht eher jede <em>&#8220;Regierung&#8221;</em> versucht, den eigenen Profit der Legislaturperiode zu maximieren?</p>
<p>Meine Tochter ist fünf Jahre alt. In ihrer Kindergartengruppe ist auch ein Mädchen mit Down-Syndrom. Was restlos alle Kinder in dieser Kindergartengruppe begriffen haben, ist, dass die Gruppe nur soweit kommt, wie das Mädchen mit DS kommen wird, und fast jeder in der Gruppe ist ganz von sich aus bereit weiter zu helfen, um als Gruppe in der jeweiligen Situation erfolgreich zu sein. Nebenbei ist das kleine Mädchen mit Behinderung das wahrscheinlich fröhlichste und intrigenfreiste Kind in der Gruppe.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/50183570@N00/752404787" rel="nofollow" ><img src="http://farm2.static.flickr.com/1276/752404787_36ac86edf6_m.jpg" alt="Pontikonisi, Corfu" title="Pontikonisi, Corfu" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Das Kafenio fordert also alle Regierungen Europas ein, mal Integrationsgruppen in Kindergärten zu besuchen, und von den vierjährigen und fünfjährigen Kindern die Selbstverständlichkeit des Miteinanders in Gruppen, Gemeinschaften und Unionen zu lernen.</p>
<p>Aber aus politischer Sicht ist das alles nicht notwendig, kann man doch plötzlich alles alles alles auf das neue Feindbild schieben, auf das Böse mit Namen. 2009 war die ansonsten namenlose Wirtschaftskrise das Ding, auf das alles geschoben wurde, was aus Unfähigkeit und/oder Korruption schief gelaufen ist. 2010 wird alles auf das Böse mit Namen geschoben werden. Und eines ist jetzt schon klar: <strong>Schuld ist Griechenland, und die Korruption in der Regierung.</strong></p>
<p>Im Kafenio stellt sich aber die Frage: Die Korruption in <em>welcher</em> Regierung???</p>
<p>Ich freue mich auf alle Fälle schon auf <strong>&#8220;Go To Hellas!&#8221;</strong>, meinen Urlaub 2010 in Griechenland, und auf die netten Begegnungen mit den freundlichen und zuvorkommenden Griechen&#8230;</p>
<p>Kalimera / Καλημέρα,<br />
Christoph</p>
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		<title>Wish you weren&#8217;t here, Greece tells tourists</title>
		<link>http://kafenio.eu/philosophie/greece-tells-tourists/?utm_source=rss&amp;utm_medium=rss&amp;utm_campaign=greece-tells-tourists</link>
		<comments>http://kafenio.eu/philosophie/greece-tells-tourists/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 15:53:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kafenio-Philosophie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://kafenio.eu/?p=1960</guid>
		<description><![CDATA[Nach Angaben der jungen Frau hatte der stark alkoholisierte Brite sie begrapscht und sie mehrfach zum Sex aufgefordert. Als er dann sein bestes Stück freilegte hat sie es mit Alkohol übergossen und angezündet. Der junge Brite bestreit all dies, erklär aber auch nicht wie die Frau es geschafft haben soll, ihm die Hose runterzureissen und ihn zu flambieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start -->
<h2 id="brite-flambiert">Brite flambiert</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/82362654@N00/202582234" rel="nofollow" ><img src="http://farm1.static.flickr.com/65/202582234_9f380924e9_m.jpg" alt="Legs at the Bar" title="Legs at the Bar" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Und damit ist an sich auch schon die eigentlich Geschichte erzählt: Angetrunkener Tourist baggert Einheimische auf einem Niveau an, das seinem Alkoholpegel entspricht. Die Einheimische allerdings greift zu drastischen Mittel der Notwehr indem sie das zur Schau gestellt beste Stück des Touristen flambiert. Man muss der jungen Frau zugute halten, dass sie sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt hat und quasi Selbstanzeige erstattet hat.</p>
<p>Die griechischen Medien haben die Täterin sofort zur Heldin erkoren, da ja weibliche Einheimische in Touristengebieten nun mal mitunter schwer unter den alkoholisierten Touristen zu leiden haben. Ich wohne hier inmitten eines Winterurlaubsgebietes, und kann als Mann bezeugen, dass das hier nicht immer einfach ist. In einem Urlaubsland wie Griechenland ist diese Reaktion der Medien also verständlich. Wohl aber haben die Medien &#8211; soweit ich das mitverfolgt habe &#8211; auch durch die Bank ausdrücklich die Art und Weise der Gegenwehr verurteilt.<br />
<span id="more-1960"></span></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/56581092@N00/1479256264" rel="nofollow" ><img src="http://farm2.static.flickr.com/1327/1479256264_69c4286437_m.jpg" alt="Matala - Kreta /Crete" title="Matala - Kreta /Crete" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Man muss ja tatsächlich von Glück reden, dass außer ein paar schmerzhaften Verbrennungen zweiten Grades nicht mehr &#8220;Sachschaden&#8221; entstanden ist. Mit synthetischem Gewebe und Alkohol rundherum hätte die Geschichte ja auch in einem wahren Drama enden können.</p>
<p>Die Schlussfolgerungen, die aber <em>The Independent</em> aus dem Vorfall und der Berichterstattung gezogen hat, sind aber eigentlich einer angesehenen Zeitung unwürdig: Griechenland würden den Touristen mitteilen, dass man wünschen würde, sie wären nicht hier. Weiters gibt Independent auch die Namen der Täterin und des Opfers preis, eine Brandmarkung die die griechischen Medien wohlweislich vermieden haben. Wer sich am <em>Flaming</em> beteiligen möchte kann die Namen gerne im Independent Artikel (Link siehe unten) nachlesen, kafenio.eu beteiligt sich jedenfalls nicht daran.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/53074617@N00/1294806251" rel="nofollow" ><img src="http://farm2.static.flickr.com/1164/1294806251_216ced41a2_m.jpg" alt="Bay of Balos" title="Bay of Balos" hspace="5" border="0" style="float: right; margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.50em;" /></a>Dass Griechenland wünschen würde, die Touristen seien nicht hier, ist so natürlich nicht richtig. Als Bewohner der österreichischen Alpen möchte ich mir hier mit Griechenland solidarisch erklären, und für ein für alle Mal klar stellen: Briten, wir wünschten <b>ihr</b> würdet nicht Urlaub machen&#8230;</p>
<p>Und an alle Einwohnerinnen von touristischen Gebieten möchte kafenio.eu folgende Apell richten: Mädels, wehrt euch. Aber verletzt bitte niemanden dabei!</p>
<h2>Links</h2>
<div style="width: 336px; margin: 1.00em 0.00em 1.00em 0.00em;">
<div style="margin: 0.00em 0.00em 0.50em 0.00em; text-align: justify; font-size: x-small;"><strong><a href="http://www.independent.co.uk/news/world/europe/wish-you-werent-here-greece-tells-tourists-1769200.html" rel="nofollow"  title="Wish you weren't here, Greece tells tourists" style="font-size: larger;">Wish you weren&#8217;t here, Greece tells tourists</a></strong><br /><strong style="font-weight: normal;">Attack on flasher is a sign that locals have had enough of Britons&#8217; behaviour.</strong> <a href="http://www.independent.co.uk/news/world/europe/wish-you-werent-here-greece-tells-tourists-1769200.html" rel="nofollow"  title="Wish you weren't here, Greece tells tourists">Lesen Sie mehr dazu auf www.independent.co.uk&#8230;</a></div>
</div>
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		<title>Atlantis in der Ägäis?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 07:00:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kafenio-Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Ägäis]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelmeer]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- google_ad_section_start -->
<p>Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem Tsunami vernichtet worden zu sein.</p>
<p>Heute liegt die versunkene Siedlung nur 300 Meter von der Kreuzfahrerburg bei Atlit entfernt, und gerade mal an die zehn Kilometer von der geschäftigen Hafenstadt Haifa entfernt. Gegen Ende der letzen Eiszeit ließen die schmelzenden Gletscher den Meeresspiegel steigen, und so muss das meer auch Atlit Yam immer näher gerückt sein, bis die Siedlung schließlich aufgegeben wurde.</p>
<p>Oder war es doch ein Tsunami, der die Siedlung in dieser Zeit des Umschwunges, als die meisten Stämme dazu übergingen von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern und Viehzüchtern zu werden? Die Zeit in der die Siedlung aufhörte zu existieren fällt mit der Zeit zusammen, als ein Tsunami das Mittelmeer heimsuchte, verursacht durch einen gewaltigen Hangrutsch am Ätna in Italien.<br />
<span id="more-916"></span></p>
<p>Wenige Stunden nach dem Ereignis, so die Wissenschaftlerin Maria Pareschi vom italienischen Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia in Pisa, hätten 40 Meter hohe Wellen die Ostküste des Mittelmeeres verwüstet und Chaos in der Stadt hinterlassen. Aber andere Wissenschaftler sind hier anderer Meinung.</p>
<p>In Atlit Yam wurden 65 Tote gefunden, die meisten davon ordentlich bestattet. Alle gefunden Schhädel wiesen Anzeichen von schweren Mittelohrentzündungen auf, ein Hinweis darauf, dass die Menschen viel Zeit im kalten Wasser verbrecht haben. Die Zähne sind weit über den normalen Abrieb abgenutzt. Das kommt von der Zuhilfenahme bei den Arbeiten mit Riemen und Tauen von Segeln und Netzen in den Booten. An den Ansätzen der Knochen kann man noch erkennen, dass hier einst stark ausgeprägte Muskeln saßen &#8211; genau jene, die durch Rudern gekräftigt werden.</p>
<p>Den genaueren Untersuchungen zufolge sind die Menschen in Atlit Yam an Infektionskrankheiten gestorben. Die Brandspurenm die an vielen Knochen gefunden wurden, sind entstanden, weil die Menschen von Atlit-Yam ihre Toten nicht auf Friedhöfen, sondern in den Häusern bestatteten. Dort, wo sie auch gelebt, geschlafen und gekocht haben.</p>
<p>Von der gemauerten Brunneneinfassung stünden noch drei Lagen aufrecht, ebenso wie die Steinfundamente vieler Häuser und ein Stonehenge-ähnlicher Steinkreis aus sieben Monolithen &#8211; allesamt ohne Zement gebaut. &#8220;Das alles hätte nicht der Wucht eines Tsunamis Stand halten können&#8221;, findet Ausgräber Ehud Galili von der Israelischen Antikenbehörde. &#8220;Was auch immer es war, das die Menschen aus Atlit-Yam vertrieb, es kam langsam und ließ ihnen genügend Zeit, sich auf trockenes Land zurückzuziehen.&#8221;</p>
<p>Es hat also doch den Anschein, als würde Atlantis noch immer auf seine Entdeckung warten. Falls es Atlantis überhaupt gegeben hat&#8230;</p>
[umap id="6539" size="s" alignment="center"]
<hr />
<div class="kafeniolink"><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568559,00.html" rel="nofollow" class="kafeniolink_title" title="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568559,00.html - Atlantis im Mittelmeer"  target="_blank">Atlantis im Mittelmeer</a><br />
<span class="kafeniolink_description">Auf dem Meeresgrund vor Israel liegt die jungsteinzeitliche Siedlung Atlit-Yam. Seit Jahren rätseln Wissenschaftler, warum das Fischerdorf vor 8000 Jahren aufgegeben wurde. Ein Tsunami habe den Ort verwüstet, glaubt eine Archäologin nun. Doch andere Forscher widersprechen scharf.</span><br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568559,00.html" rel="nofollow" class="kafeniolink_url" title="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568559,00.html - Atlantis im Mittelmeer"  target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568559,00.html</a></div>
<p></p>
<div class="kafeniolink"><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Atlit_Yam" rel="nofollow" class="kafeniolink_title" title="http://en.wikipedia.org/wiki/Atlit_Yam - Wikipedia zum Thema Atlit Yam [Engl.]"  target="_blank">Wikipedia zum Thema Atlit Yam [Engl.]</a><br />
<span class="kafeniolink_description">The final Pre-pottery Neolithic B site of Atlit Yam in Israel dates between 6900 and 6300 BC. Today, it lies between 8-12 m beneath sea level in the Bay of Atlit at the mouth of the Oren river on the Carmel coast. It covers an area of ca. 40.000 m². Underwater excavations have uncovered rectangular houses and a well, which to date (2004) is the oldest in the world.</span><br />
<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Atlit_Yam" rel="nofollow" class="kafeniolink_url" title="http://en.wikipedia.org/wiki/Atlit_Yam - Wikipedia zum Thema Atlit Yam [Engl.]"  target="_blank">http://en.wikipedia.org/wiki/Atlit_Yam</a></div>
<hr />
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		<title>Urlaub, Urlaub, Urlaub</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 07:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kafenio-Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Urlaub soll für die meisten die schönste Zeit des Jahres werden. Urlaub soll einen aus den ersten Anzeichen eines heutzutage fast allgegenwärtigen Burn-Outs heraus holen, und wieder einen voll entspannten und energiegeladenen Menschen machen. Urlaub soll auch die Zeit sein, in der man endlich genug Zeit für sich selbst, und natürlich für die Familie hat.
Kurz [...]]]></description>
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<p><strong>Urlaub</strong> soll für die meisten die schönste Zeit des Jahres werden. Urlaub soll einen aus den ersten Anzeichen eines heutzutage fast allgegenwärtigen Burn-Outs heraus holen, und wieder einen voll entspannten und energiegeladenen Menschen machen. Urlaub soll auch die Zeit sein, in der man endlich genug Zeit für sich selbst, und natürlich für die Familie hat.</p>
<p>Kurz gesagt: Urlaub soll das Allheilmittel gegen den Alltagsfrust sein. Eigentlich keine leichte Aufgabe. Und trotzdem planen die meisten von uns diese Zeit gar nicht. Nach der Unterschrift im Reisebüro ist klar: Flieger, Fressen, Saufen, Baden, Flieger. Ach ja, Fotos machen nicht vergessen. Und dann bis nächstes Jahr auf den Urlaub warten&#8230; </p>
<p>Irgendwie unbefriedigend, oder?</p>
<p>Mein Credo hingegen ist: Die Planung des Urlaubs ist schon das halbe Vergnügen. Naja, das ist jetzt etwas polemisch  dahingesagt. Ich würde einen Urlaub in Griechenland, und das entspannte Sitzen in einem Kafenio, das Baden im azurblauen Wasser, selbstverständlich nie einfach gegen eine zweite Urlaubsplanung tauschen. Planung ist also doch nicht ganz das halbe Vergnügen. Aber es steigert die Vorfreude.</p>
<p><span id="more-259"></span></p>
<p><strong>Dauer des Urlaubs</strong></p>
<p>Der erste Punkt der geplant werden sollte, ist die Dauer des Urlaubs. Dass man die oben formulierten Ziele mit einer Woche Urlaub nicht erreichen kann, sollte klar sein. Was ist aber dann eine optimale Dauer für Urlaub? </p>
<p>Ilse Kryspin-Exner, Leiterin des Instituts für Klinische, Biologische und Differentielle Psychologie der Universität Wien, sagt dazu:</p>
<blockquote><p>Die Urlaubsdauer hängt natürlich von Lebensalter, beruflicher Belastung und Gesundheitszustand ab. Physiologisch sind drei Wochen an einem Stück sicherlich sinnvoll, um sich zu erholen und zu regenerieren, auf diesen Zeitraum bauen ja auch viele Kuren auf. So lange braucht der Körper einfach, bis er seinen Rhythmus umgestellt hat.</p></blockquote>
<p>Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, und definiere einen optimalen Urlaub als vierwöchiges Ereignis:</p>
<ul>
<li><em>1. Woche</em>: Zeit für die passive Erholung, also das Schlafdefizit von Monaten ausgleichen, Stresshormone aus dem Körper kriegen, die Lebensbatterie wieder etwas aufladen.</li>
<li><em>2. Woche</em>: Zeit für aktive Erholung, also etwas für sich selbst aktiv zu tun, etwas mit der Familie unternehmen, und damit die Lebensbatterie noch mehr aufladen.</li>
<li><em>3. Woche</em>: Zeit für Reflexion, also Zeit zum analysieren: Wer bin ich? Wo stehe ich? Wo läuft es hin? Wo will ich hin? Was sind meine mir wirklich wichtigen Ziele?</li>
<li><em>4. Woche</em>: Zeit zum Planen, also die zuvor (wieder-)entdeckten Ziele in überschaubare Schritte zerlegen, die Umsetzung konkret planen, und eigene Checkpoints oder Gateways setzen, um die eigene Entwicklung überprüfen zu können. Dafür braucht es aber wirklich vorher drei Wochen, um alles loslassen zu können, und sich auf sich selbst zu besinnen.</li>
</ul>
<p>Wenn man das verstanden hat, und sich damit auch einverstanden erklärt hat, muss man mit der Planung rechtzeitig beginnen: Wie schaufle ich mir möglichst viel zusammenhängende Zeit für einen Urlaub nächsten Sommer frei, und wie schaffe ich es, dass auch meine Familie zeitgleich Zeit hat? Das mag schwierig sein, es mag nicht jedes Jahr funktionieren, aber es ist eigentlich machbar. Wer sagt, dass das nicht geht, hat noch nicht genug darüber nachgedacht.</p>
<p><strong>Urlaubsdestination</strong></p>
<p>Eine völlig abstrakte Formel könnte das Urlaubsbudget ergeben:<br />
<span style="font-family: monospace;">Urlaubsbudget = Urlaubsdestination x Urlaubsdauer</span></p>
<p>Da wir die Urlaubsdauer im Abschnitt zuvor maximieren wollten, und das Urlaubsbudget vom Sparbuch vorgegeben wird, kann hier an der Urlaubsdestination noch etwas manipuliert werden.</p>
<p>Natürlich wären vier Wochen im 7-Sterne-Hotel in Dubai recht nett, aber die wenigsten werden das nötige Kleingeld dafür haben. Davon abgesehen muss man sich ja auch auf eine Urlaubsdestination einigen, die allen Mitgliedern der Urlaubsreise zusagt. Wer also Dubai und all den Sand der nahen Wüste nicht mag, wird sich auch im 7-Sterne-Hotel nicht auf Dauer wohl fühlen.</p>
<p>Zufälligerweise hat Griechenland für jedes Urlaubsbudget etwas zu bieten. Auch reiner Badeurlaub ist möglich, oder reiner Kultururlaub geht genauso. Es sind sogar Mischformen möglich&#8230; <img src='http://kafenio.eu/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Und das so gut wie überall: Am Griechischen Festland, am Peloponnes, auf Kreta, auf den Kykladen, den anderen Inseln der Ägäis, oder auch auf den Inseln des Ionischen Meeres, wie zum Beispiel Korfu.</p>
<p>Nur Islandfanatiker werden wohl in Griechenland nicht das Land ihrer Träume finden, aber diese Leute haben vielleicht ja einfach noch keinen Café Frappé, ein griechisches Bier oder einen Ouzo probiert, und sind wohl auch nie auf der Platia, im Schatten der Platanen in einem Kafenio gesessen.</p>
<p><strong>Die Planung</strong></p>
<p>Wichtig ist, dass man klare Grenzen zieht. Zum einen im Job, den man daheim zu lassen versuchen sollte (also z.B.: jeden Montag und Mittwoch von 16 bis 17 Uhr ist das Firmenhandy ein. Sonst nicht. Basta!). Und zum anderen auch privat, für sich selbst, z.B.: Wenn es uns gar nicht gefällt brechen wir ab, oder versuchen was anderes zu finden. Wenn jemanden fad wird leihen wir ein Auto aus, und fahren einen Kaffee trinken. Wenn es regnen sollte ist Papa daran schuld.</p>
<p>Auch sollte geklärt werden, wer gerne was unbedingt machen will, oder bloß nicht tun mag. Wenn diese Dinge in der Planung offen ausgesprochen werden, dann gibt es keine impliziten, unausgesprochenen und daher unerfüllten Erwartungen mehr. Wer also gerne einen Mittagsschlaf machen möchte, sollte das vorher auch ankündigen, um zu vermeiden, im Urlaub dann damit von den Kindern erpresst zu werden (&#8220;Ja aber nur wenn wir dann ein Eis kriegen.&#8221;).</p>
<p>Wer sich gegen diese Art der Planung hartnäckig widersetzt, läuft Gefahr, schlicht den Alltagsfrust gegen Urlaubsfrust zu tauschen.</p>
<hr />
<div class="linkbox">
<a href="http://www.dieuniversitaet-online.at/dossiers/beitrag/news/urlaub-die-schonste-zeit-des-jahres/320.html" rel="nofollow"  target="_blank" title="Hier klicken um diese Seite zu öffnen">Urlaub &#8211; die schönste Zeit des Jahres?</a><br />
Der ideale Urlaub ist die Vision vom Paradies. Der Haken: Aus dem Paradies kann man vertrieben werden.<br />
<a href="http://www.dieuniversitaet-online.at/dossiers/beitrag/news/urlaub-die-schonste-zeit-des-jahres/320.html" rel="nofollow" class="url"  target="_blank" title="Hier klicken um diese Seite zu öffnen">www.dieuniversitaet-online.at/</a>
</div>
<p></p>
<div class="linkbox">
<a href="http://oesterreich.orf.at/stories/293254/" rel="nofollow"  target="_blank" title="Hier klicken um diese Seite zu öffnen">Österreicher können im Urlaub nicht abschalten</a><br />
Urlaubszeit ist Erholungszeit. Dennoch spielt für viele die Arbeit auch in den Ferien eine mehr oder weniger wichtige Rolle.<br />
<a href="http://oesterreich.orf.at/stories/293254/" rel="nofollow" class="url"  target="_blank" title="Hier klicken um diese Seite zu öffnen">oesterreich.orf.at/</a>
</div>
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