Die Kreta-Diät ist deshalb in aller Munde, weil Studien eindeutig belegt haben, dass die Menschen in den mediterranen Ländern eine höhere Lebenserwartung haben.

Die Kreta-Diät (auch Mittelmeerdiät) ist weltweit als eine der gesündesten Ernährungsformen anerkannt. Sie ist ideal für Genießer, aber eigentlich nichts für Menschen, die einen festen Diätplan brauchen. Man hat die freie Auswahl zwischen vielen leckeren Gerichten.

Die Kreta-Diät ist deshalb in aller Munde, weil Studien in vergangenen Jahren belegt haben, dass die Menschen in den südlichen, mediterranen Ländern, aber insbesondere auf Kreta eine höhere Lebenserwartung haben. Das wurde primär der dortigen von Olivenöl, mediterranen Kräutern, sowie von viel Obst und Gemüse geprägten typischen Ernährung zugeschrieben.

Statt Kreta-Diät wird oft auch der Begriff Mittelmeer-Diät verwendet. Die Ernährungsempfehlungen stellen in der Kreta-Diät eine spezielle Auswahl von Lebensmitteln dar, die im gesamten Mittelmeerraum regelmäßig gegessen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, wenig rotem Fleisch, der Verwendung von Olivenöl sowie täglich einem Glas Rotwein.

Die Rezepte der Kreta-Diät unterscheiden sich allerdings doch recht deutlich von der als Mittelmeer-Küche oder mediterranen Küche bezeichneten Ernährungsform im Mittelmeergebiet, also der Summer der jeweils typischen Landesküchen. Diese Küchen weisen zwar einige gemeinsame Elemente auf wie die häufige Verwendung von Olivenöl, Kräutern und Knoblauch, unterscheiden sich teilweise jedoch erheblich.

So geben die Empfehlungen der Kreta-Diät zum Beispiel den sparsamen Gebrauch von Olivenöl vor, während in der typischen Mittelmeerküche ausgiebig Olivenöl zu fast allen Speisen verwendet wird. Beispielsweise konsumiert jeder Einwohner Kretas durchschnittlich mehr als 30 Liter Olivenöl pro Jahr. Auch wird durchschnittlich wesentlich mehr Rotwein pro Kopf und Tag getrunken, und auch der in der Kreta-Diät verpönt Genuss von harten Spirituosen ist auf Kreta aber auch im restlichen Mittelmeerraum sehr beliebt.

In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat eine Langzeitstudie über 16 Jahre ergeben, dass aus sieben beobachteten Ländern in den südlichen Ländern, aber allem voran Kreta, die Menschen signifikant weniger Herz- und Kreislauf-Erkrankungen , und auch wesentlich weniger Krebserkrankungen zu erleiden hatten. Auch die Lebenserwartung war deutlich höher.

Eine weitere Studie aus den 90er Jahren hat wiederum einen sehr positiven Effekt der Kreta-Diät bei Herzinfarkt-Patienten ergeben. Allerdings ergab diese Studie auch, dass diese Ernährungsform nicht wie erwartet den Cholesterinspiegel beeinflusste, auch nicht den Blutdruck und den Body-Mass-Index.

Im Jahr 2003 veröffentlichten Forscher der Universität Athen (Antonia Trichopoulou u.a.) Ergebnisse, bei der die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Griechenland und anderen Ländern in Bezug gesetzt wurden zur Sterblichkeit und zu Herzerkrankungen. Dabei wurde festgestellt, dass ausgeprägte Mittelmeer-Kost die Lebenserwartung verlängert, und zwar bei einem 60-jährigen Mann statistisch um ein Jahr. Nach einer amerikanischen Studie, deren Ergebnis 2006 veröffentlicht wurde, verringert diese Kost auch signifikant das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.



Die Mittelmeer-Diät gilt als ausgewogene Mischkost und ist als Dauerernährung geeignet. Publikationen im deutschsprachigen Raum nennen als Bestandteil häufig auch Vollkorn-Produkte, die in den Mittelmeerländern de facto aber keine nennenswerte Rolle spielen, wenn sie überhaupt gegessen werden.

Allein schon die Gewohnheit, nach einer Diätform wie der Kreta-Diät zu leben, führt dazu dass man sich bewusster, und dadurch im Normalfall sowieso gesünder ernährt.

Als Grundelemente der Mittelmeer-Diät gelten:

  • Olivenöl und Oliven
  • frisches Gemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Gurken und Zucchini
  • Knoblauch, Zwiebel, und die Verwendung von Zitronen als Gewürz
  • Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano und Basilikum
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • helles Brot, Pasta und Reis
  • regelmäßiger Rotweingenuss zum Essen
  • Ziegen- und Schafsmilch, sowie deren Produkte

Aber wie aktuelle Studien ergeben haben, geben die Einwohner der Mittelmeerländer immer mehr die Essensgewohnheiten der Mittelmeerküche auf, und wenden sich ganz im Zeichen der Globalisierung hin zu Fastfood, Fertigpizza und anderen oft fettigen und ungesunden Speisen auf.

Eigentlich schade, weil ein Fertiggericht zuzubereiten ist weder im Einkauf noch in der Herstellung einfacher, als zum Beispiel ein griechischer Bauernsalat, oder viele andere Rezepte aus der Kreta-Diät.

Typisch griechische Rezepte gibt es auch hier nachzulesen:



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