Man nehme eine griechische Taverne, Sonnenuntergangsstimmung, und einen griechischen Oktopussalat. Schon hat man alles für ein Traumfoto. Wir zeigen hier, wie man den Oktopussalat auch daheim lecker machen kann.

Jeder Griechenlandurlauber kennt wohl den leckeren Oktopussalat, der in allen Tavernen als Vorspeise, und manchmal in Kafenia als Mezedes gereicht wird. Wer noch nie zugesehen hat, wie ein solcher Oktopussalat zubereitet wird, weiß wahrscheinlich gar nicht, wie leicht das tatsächlich geht.

Original Griechischer Oktopussalat

Insalata di PolipoMan braucht nicht viel, um einen griechischen Okopussalat daheim zuzubereiten. Alle Zutaten sind bei uns im Supermarkt frisch erhältlich, und auch der Aufwand hält sich sehr in Grenzen.

Wir empfehlen während der Zubereitung des Oktopussalates dem alten Spruch Folge zu leisten: “I cook with wine. Sometime I even add it to the food.” Wir empfehlen dem Koch bzw. der Köchin griechischen Retsina, der passt dann auch hervorragend zum fertigen Oktopussalat.

Zutaten

  • 1 Oktopus. Auch Gewöhnlicher Krake oder Octopus vulgaris genannt. Ein großer Krake ist am besten, weil der zarter ist, als die kleineren Exemplare.
  • 2 grüne Paprika. Auch Capsicum genannt. Sonnengereift und Bio, wenn möglich.
  • 1 Weiße Zwiebel, oder 4 Frühlingszwiebel. Auch Allium Cepa genannt. Sonnengereift und Bio, wenn möglich.
  • Olivenöl. Natives Olivenöl Extra, Kaltgepresst aus erster Pressung.
  • Balsamico-Essig, auch Aceto Balsamico genannt. Und zwar soll es der Weiße Aceto Balsamico sein. Passt farblich besser zum Oktopus, und hat auch mehr Säure als der schwarze.
  • Meersalz und Pfeffer

Zubereitung

octopus saladZunächst muss der Krake gekocht werden. Dabei scheiden sich die Geister: Soll man ihn zwei Stunden kochen lassen, oder erst 15 Minuten schlagen und klopfen, und dann nur 30 Minuten kochen. Das alles um einen weichen und zarten Oktopus zu kriegen, der ja ansonsten bekannterweise sehr zäh ist.

Hier ein guter Tipp eines kroatischen Fischers: Nicht klopfen, nicht lange kochen. Vorher einfrieren, und dann kurz kochen. Das ergibt den zartesten Okopus überhaupt, und der Geschmack leidet nicht im geringsten darunter. Nach einer empirischen Versuchsreihe – sprich: ich selber habs schon ein paar mal so gemacht :-) – kann ich bestätigen, dass frisch, über Nacht eingefrorener Oktopus den besten Okopussalat ergibt.

Für dieses Rezept also den Oktopus vorher einfrieren, dann wieder auftauen, und 30 bis 40 Minuten in gut gesalzenem Wasser kochen. Achtung, der Oktopus muss natürlich vor dem Einfrieren gesäubert und ausgenommen werden: Augen, innerer Hautsack und Maul müssen entfernt, und der Rest einfach gut abgespült sein. Wer will, kannnach dem Kochen mit Küchenpapier die durch das Kochen verfärbte Haut des Oktopus abreiben.

In der Zwischenzeit die Zwiebel fein hacken, und die Paprika in kleine Stücke schneiden. Manche mögen noch gewürfelte Tomaten im Oktopussalat, da ihnen sonst der Geschmack des Oktopus zu intensiv wird. Das ist Geschmackssache, aber wen schon empfehlen wir Kirsch- oder Cocktailtomaten, da diese ein besser zum Oktopussalat passendes Aroma haben.

Papa Gino, Octopus SaladNach der Garzeit den Oktopus etwas auskühlen lassen, und in mundgerechte Stücke schneiden.

Alles zusammen in einer Schüssel vermischen, mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl würzen. Wer es ganz griechisch mag, der kann versuchen, den Essig durch Zitronensaft zu ersetzen, was aber bei unseren mitteleuropäischen Geschmäckern meist nicht gut ankommt.

Am besten ist der Salat wenn er noch ein paar Stunden Zeit zum Ziehen hat, damit das Oktopusfleisch noch Gelegenheit hat, die Aromen von Zwiebel, Paprika und Essig aufzunehmen.

Am besten ist der Oktopussalat wenn er mit Weißbrot und echtem Tzatziki serviert wird. Dazu ein gut gekühlter Retsina, und griechische Musik im (Internet-)Radio.

Und wie immer vertreten wir hier im Kafenio die Meinung, dass man wissen sollte, was man isst. Darum hier weiterführende Informationen zu den Zutaten…

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Der Gewöhnliche Krake (Octopus vulgaris), teilweise nur Oktopus genannt, ist ein großer Kopffüßer aus der Gattung Oktopus (Octopus). Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…
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