Letze Woche hat es bei Lidl wieder mal griechische Spezialitäten gegeben. Von Oliven über viel Allerlei hat es auch Loukoumia gegeben. Loukoumia sind die griechischen Geleewürfel, die in der Türkei ja Lokum heissen. Es gibt die Loukoumia in Griechenland in allen möglichen Farben und Geschmacksrichtungen, aber eigentlich immer sehr süss. Eine bei Griechen scheinbar sehr […]

Letze Woche hat es bei Lidl wieder mal griechische Spezialitäten gegeben. Von Oliven über viel Allerlei hat es auch Loukoumia gegeben. Loukoumia sind die griechischen Geleewürfel, die in der Türkei ja Lokum heissen.

Es gibt die Loukoumia in Griechenland in allen möglichen Farben und Geschmacksrichtungen, aber eigentlich immer sehr süss. Eine bei Griechen scheinbar sehr beliebte Geschmacksrichtung hat es diesmal auch bei Lidl gegeben: Mastix.

Als Griechenlandfan bin ich natürlich schon darüber informiert gewesen, dass Mastix das Harz einer Art von Pistazienbäumen ist, die auf Chios vorkommen, für Harz ziemlich teuer ist, und sowohl in der Nahrungsmittelindustrie als auch in der Kosmetik eingesetzt wird. Ja, wirklich, ich weiß so Sachen… :-)

Aber was ist dieses Mastix jetzt eigentlich genau, warum kommt das in die Geleewürfel rein, und warum schmeckt es so als würde man am Weihnachtsbaum nagen? Darum habe ich mal recherchiert, was es mit den Geleewürfeln und dem Mastix so auf sich hat.

Loukoumia, oder wie es vollständig heißt LoukoumiaPatron (griechisch Λουκουμια Πατρών) ist das von den Türken übernommene Lokum, eine im ganzen Orient verbreitete geleeartige Süßspeise. Hauptbestandteil des aromatisierten Gelees ist, wie könnte es ander sein, Zucker. Im ganzen Orient wird das Loukoumia geschätzt, und enttgegen mitteleuropäischer Schnellessmentalität sehr lange gekaut. Die vielen Geschmacksrichtungen, in denen Λουκουμια Πατρών erhätlich ist, sind sehr oft nicht geeignet für mitteuropäische Gaumen. Zu gewöhnungsbedüftig ist der Geschmack. So auch der Mastix-Geschmack, der eigentlich nur harzig schmeckt.

Mastix ist das Harz der Mastix-Pistazienbäume. Das bedutendste Anbaugebiet für die Mastixbäume in Europa ist die Insel Chios, wo schon seit dem Altertum Mastix gewonnen wird. Um an das Harz der Pistanzienbäume zu gelangen wird die Rinde der Bäume angeritzt, wodurch das Harz ausläuft. Für ein Kilo Mastix, das am Markt als Rohware durchaus über 80 Euro je Kilo erzielen kann, müssen um die zehn Bäume angeritzt werden.

Verwendet wird Mastix nicht nur als Würzmittel für Nahrungsmittel, sondern auch in der Kosmetik. Und als natürlicher Kleber wird Mastix eingesetzt. Und, nicht zu vergessen, als dominantes Aroma im Mastika, einem Anisee, also einem Anisschnaps, der ähnlich dem Ouzo oder Raki in Griechenland getrunken wird.

Und da Mastix nun mal Harz eines Baumes ist, schmeckt Mastix auch so wie das Harz eines Baumes. Falls jemand noch nicht in den Weihnachtsbaum gebissen hat: für heuer vornehmen. Das schmeckt auch harzig. Nach einer Mischung aus den Loukoumia me Mastix und grünem Absinth. Mahlzeit!



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