Die Mittelmeerküche trägt nicht nur zu körperlicher Gesundheit bei, der Verzehr von viel Gemüse, Obst, Nüssen und Fisch senkt auch das Risiko für Depressionen.

Ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Psyche wird schon länger diskutiert. So sind psychische Störungen wie Depressionen in skandinavischen Ländern weiter verbreitet als am Mittelmeer, wobei neben dem Klima und dem Lebensstil eben auch die Ernährung einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet.

Mittelmeerdiät gegen Depressionen

TomatenForscher der Universität von Las Palmas haben in einer groß angelegten Studie herausgefunden, dass Spanier, die sich möglichst streng an das Konzept der Mittelmeerdiät (bzw. der Kreta-Diät) halten, ein signifikant niedrigeres Risiko haben, an einer Depression zu erkranken.

Die Mittelmeerdiät versorge den Körper mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und frischen Lebensmitteln. Dadurch werden nicht nur Entzündungen vermindert und Herzkrankheiten vorgebeugt, es wird auch die Zellfunktionalität verbessert, und die Hormonspiegel im Körper scheinen sich stabiler zu halten. Und aus der Kombination all dieser Faktoren ergibt sich dann ein deutlich geringeres Risiko eine Depression zu erleiden.

Depressionen in Europa

Mirador del Estrecho de Gibraltar, TarifaGenerell scheinen jedoch Depressionen einem starke Nord-Süd-Gefälle in Europa zu folgen. Skandinavier erleiden deutlich die meisten Depressionen, während die europäischen Mittelmeeranrainer die wenigsten Depr4essionen vorweisen können.

Ein Hauptfaktor dieses Depressionsgefälles ist allgemein bekannt, und der heißt schlichtweg Klimazone gepaart mit Sonneneinstrahlung. In Skandinavien hat man über das Jahr hinweg gesehen nun mal wesentlich weniger Sonnenstunden als am Mittelmeer, und zusätzlich fällt die Sonne auch noch flacher ein. Dem kann man mit Lichttherapien entgegenwirken, aber mehr als mildern kann man diesen Einfluss leider nicht.

Die Studie in Spanien hat leider nicht untersucht, in wie weit Zusammenhänge mit dem vermutlichen zweiten Hauptfaktor, dem Lebensstil, bestehen. Die deutlich mehr stressgeplagten Skandinavier und auch Mitteleuropäer werden wohl auch auf Grund des Lebensstils einfach ausgebrannter und damit anfälliger für Depressionen sein.

Was also in der heutigen globalisierten Welt interessant wäre, wäre eine Studie, die all diese Aspekte vereint unter einen Hut bringt, und dann im europäischen Kontext gültige Aussage über den Einfluss der Ernährung auf das Depressionsrisiko gibt.

Kreta-Diät

July-Aug-06105Jetzt aber zurück zur Mittelmeerdiät: Die Mittelmeerdiät, oft auch Kreta-Diät genannt, ist eine Ernährungsform, die inspiriert ist von der traditionellen Küche in den verschiedenen Mittelmeer-Ländern. Die Ernährungsweise in diesen Ländern gilt als besonders gesund, da mehrere Studien in den vergangenen Jahrzehnten ergeben haben, dass die Bewohner der Mittelmeer-Regionen seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden und gerade die Menschen auf der Insel Kreta eine deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegende Lebenserwartung haben.

Als Grundelemente der traditionellen Küchen der Mittelmeerregion gelten:

  • Olivenöl und Oliven
  • frisches Gemüse wie Tomaten, Auberginen, Paprika, Zucchini
  • Knoblauch, Zwiebel
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • überwiegend frische Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Basilikum und Salbei
  • regelmäßiger mäßiger Rotweingenuss zum Essen

Links

Die Kreta-Diät
Die Kreta-Diät ist deshalb in aller Munde, weil Studien eindeutig belegt haben, dass die Menschen in den mediterranen Ländern eine höhere Lebenserwartung haben. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Mediterrane Kost schützt vor Depression
Nährstoffe für das Gemüt – Um dies zu prüfen, befragten die Forscher der Universität Las Palmas auf Gran Canaria rund 10.000 gesunde Spanier ausführlich zu ihrem Leben und ihrer Ernährung. Lesen Sie mehr dazu auf science.orf.at…

One Response to “Mittelmeerdiät schützt vor Depressionen”

  1. Markus says:


    Auch ohne Diät schütz das Mittelmeer vor Depressionen. Seit dem ich in Griechenland lebe, ist das Land für mich so etwas wie eine depressionsfreie Zone geworden (na ja, nicht im wirtschaftlichen Sinne zu verstehen). Sonne, Sonne und noch mehr Sonne. Das macht einfach glücklich. Und sich gut ernähren, wenn man es denn will, wird einem hier ziemlich leicht gemacht. Bei uns wachsen Gemüse, Zitonenbäume, Orangenbüme, Granatäpfel und vieles mehr einfach im Garten, was sicherlich auch an der Sonne liegt:)

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