Die besten Tipps und Tricks für die Fähre von Italien nach Griechenland für alle Griechenlandurlauber gibt es hier im Kafenio.

Viele Leute würden zwar gerne mal mit der Fähre dem Urlaub nach Griechenland entgegen schwimmen, trauen sich aber nicht, weil das alles unbekannt ist. Die meisten kennen zwar jemand, der behauptet, dass das alles ganz einfach sei, und man keine Angst davor haben muss. Trauen tun sich trotzdem nur wenige. Hier ein paar Tipps aus meiner Erfahrungskiste.

Griechenlandfähre

Fähren bei KretaUnsere Buchung für die Fähre nach Griechenland im Mai 2010 ist eben vom Reisebüro bestätigt worden. Ein guter Anlass eigentlich, meine bisherigen Erfahrungen mit Griechenlandfähren zu rekapitulieren und die besten Tipps und Tricks zusammenzufassen.

Ich bin inzwischen doch schon einige Male per Fähre von Italien nach Griechenland gereist, und freue mich immer wieder auf die Fähre. Naja, zumindest auf die Fähre von Italien nach Griechenland freue ich mich uneingeschränkt. Die Fähre von Griechenland wieder zurück nach Italien mag ich nicht so gerne. Aber das liegt ja nicht an der Fähre…

Tipps und Tricks für die Fähren nach Griechenland

Blue Star at Paros harbour

  1. Die Buchung: Viele schwören darauf, die Fähre im Internet zu buchen. Andere wollen ein Reisebüro in Griechenland, weil die am meisten Erfahrung mit Fähren haben und durch die größeren Kontingente auch bessere Preise anbieten können. Wieder andere wollen erst unmittelbar vor Ort im Hafen buchen, und welche Fährgesellschaft dann ein Plätzchen frei hat, die erhält den Zuschlag.
    Ich bin da ganz altmodisch und konservativ: Ich buche daheim im Reisebüro. Das ist am stresslosesten, und ich bekommen für 12€ zusätzliche Gebühren einen kompetenten Ansprechpartner für alle Belange rund um meine Fähre nach Griechenland. Wenn alles in die Hose gehen sollte, kann ich sogar – wenn ich wieder daheim bin – jemanden die chuld dafür geben… :-)
    Die Buchung über Reisebüros in Griechenland soll ausgezeichnet funktionieren, die Buchung vor Ort ist für sehr spontane Urlauber ab Ancona sicher eine gute Option, und auch bei Buchung über das Internet scheint es wenig Probeme zu geben. Allerdings beschweren sich hier ab und an Leute, dass die Bestätigungen der Buchungen manchmal Monate in Anspruch nehmen.
    Andere Meinungen oder Ergänzungen sind sehr willkommen, bitte unten einen Kommentar dazu hinterlassen.
  2. Die Anreise: Laut Buchungsbedingungen muss man ja bis zwei Stunden vor Abfahrt eingecheckt haben, Passagiere für “Camping an Deck” sogar drei Stunden vorher. Um sich da nicht selber unnötig unter Druck zu setzen plane ich immer ausreichend Zeit und Puffer für die Anreise ein. Und ich halte mir außerdem vor Augen, dass man in der Regel immer noch keine Problem bekommt, wenn man erst 30 Minuten vor Abfahrt zum Check-In kommt… :-)
    Wenn es geht, fahre ich schon tags zuvor einen guten Teil der Strecke an, und hüpfe dann recht entspannt bis in den Hafen und checke ein. Damit bin ich noch ausgeruhter, und kann den Tag auf der Fähre noch besser genießen. Meist habe ich dann sogar den Sarkasmus, andere total gestresste Urlauber zu filmen. Es ist später immer lustig zu sehen, welch hausgemachtes Donnerwetter manche scheinbar für den Urlaub wollen und auch brauchen…
  3. Im Hafen: Das Chaos im Hafen ängstigt viele. Ja, da herrscht großes Chaos, da viele viele Urlauber alle voll gestresst bei anderssprachigen Hafenarbeitern den Weg erfahren wollen, wie sie am besten als Erster in der Warteschlange zum stehen kommen. Völlig absurd, und es nervt Hafenpersonal wie Urlauber gleichermaßen. Aber es ist kein lebensbedrohliches Chaos, und somit muss man eigentlich nur cool bleiben.
    Ich persönlich drucke mir daheim am Computer immer schon einen Zettel aus, auf dem in großer Schrift gut leserlich steht, zu welchem Schiff von welcher Fährlinie mit welcher Abfahrtszeit ich will. Damit werde ich üblicherweise gleich richtig durchgewunken, bis ich stehe, wo ich stehen soll. Jaaa, das ist total uncool, aber ich bin halt ein Warmduscher der stressfrei nach Griechenland will.
  4. An Bord: Ich erkunde immer gleich mal das Schiff, und schaue wo was zu finden ist. Ich schaue auch immer gleich auf die Notfallpläne und die Fluchtwege, und erkläre auch meiner kleinen Tochter immer was sie zu tun hat wenn die Sirenen losheulen sollten. Jaaa, Warmduscher machen das, es ist total uncool, und trotzdem tut’s nicht weh. Das Service beim Auto lass ich ja auch machen.
    Als Bonus kenne ich mich dafür immer am Schiff einigermaßen gut aus, und weiß, wo ich die schönsten Fotos machen kann. Und noch was Gutes hat das: Ich weiß, wo sich die Fernfahrer treffen. Die haben nämlich Ermäßigungskarten, mit denen sie 50% Rabatt auf die meisten Speisen und Getränke kriegen. Wenn ich also zwei Fernfahrer auf ein Bier einlade, tut jeder von den beiden das Gleiche, und ich habe 3 Bier zum Preis von eineinhalb gekriegt. Und nach drei Bier darf man sich dann verbotenerweise meist auch eine solche Karte für das Restaurant ausleihen, und spart so noch mal. Weiters hat man zumeist nette Leute kennen gelernt, und oft schon recht praktische Tipps für Griechenland erhalten. Essen und Trinken an Bord ist generell recht teuer, es zahlt sich also aus, genügend Vorräte mitzubringen. Insbesondere mitgebrachte Snacks für zwischendurch – Seeluft macht hungrig – und ausreichend Getränke – Seeluft macht durstig, es ist ungewohnt heiß und feucht – schonen das Urlaubsbudget.
    An Bord empfiehlt es sich weiters sich als Nichtraucher einen Platz *vor* den Schornsteinen zu suchen. Die Fähren qualmen doch recht kräftig, und durch den Fahrtwind werden die Abgase meist moderat nach unten hinten gedrückt. Ich habe einmal als Deckpassagier auf einer Liege ganz hinten am Schiff geschlafen, und bin am nächsten Tag wach geworden, als wäre ich die ganze Nacht in einer verrauchten Kneipe gelegen. Seither mache ich die schönsten Fotos von ganz hinten, und gehe dann wieder nach vorne…
  5. Beim Ausladen: Bitte tun Sie sich und anderen den Gefallen und starten nicht auch gleich den Motor, wenn der erste Volldepp das tut. Es dauert meist noch sicher eine halbe Stunde bis man tatsächlich losfahren kann. Auch wenn Sie schon jemanden sehen der tatsächlich losfahren kann: Üben Sie sich in Geduld, es kann noch immer dauern. Die Luft im Deck bleibt wesentlich besser, wenn nicht zig Fahrzeuge den Motor laufen lassen. Sie sind in Griechenland, all easy. Ohne dass Sie von Bord sind können die Neuen nicht aufs Schiff, und ohne die Neuen legt die Fähre nicht ab. In der Ruhe liegt die Kraft…
    Wenn Sie erst mal das Schiff verlassen haben folgen Sie am besten den anderen. Auf diese Art verlassen Sie *immer* am schnellsten den Hafenbereich. An der Ausfahrt des Hafenbereichs sind auch immer die Hauptwegrichtungen ausgeschildert. Und sollten Sie vergessen haben, sich anzusehen, wie man Ihr Ziel auf griechisch schreibt, so können Sie beruhigt sein. Spätestens seit Olympia 2004 sind alle Wegweiser – zumindest auf den Hauptverkehrsadern, wo sich Touristen tummeln – auch auf Englisch angeschrieben. Erwarten Sie nicht, dass Sie Verkehrsverhältnisse wie in Mitteleuropa erwarten. Und eine griechische Eigenheit können Sie auch gleich ausprobieren: Fahren Sie rechts so weit als möglich ran und bleiben stehen, so werden Sie sofort angehupt, weil Sie den Verkehrsfluss stören. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, und bleiben einfach stehen ohne rechts ranzufahren, so ist das okay, alle wissen und respektieren, dass Sie etwas zu tun haben.

4 Responses to “Fähre nach Griechenland”


  1. Gia sou Christoph,

    ich muss gestehen, dass ich ein leidenschaftlicher Leser Deiner Kanfenion-Seite bin: Wie kann man nur so herrlich sarkastisch sein… :-)

    Bitte weiter so (und gern auch noch öfter)!

  2. Christoph says:


    Hallo Thomas,

    Danke, freut mich sehr das zu hören… :-)
    Und ich verspreche wieder öfter Zeit für neue Beiträge zu finden, wie auch immer ich das anstellen werde.

    Ciao,
    Christoph

  3. Susanne says:


    Hallo,

    Ich habe gerade Deinen Beitrag mit Freude und viel Schmunzeln gelesen…100 Punkte! Im Übrigen hab ich Erfahrung mit Fähren- Buchung in Hellas. Die geht sehr unkompliziert, man findet die übliche Hilfsbereitsschaft, sehr nette u. kompetente Leute usw.
    Den Tip mit den Lkw Fahrern find ich super, ich selbst bin mal mit ein paar rum gehangen, schlussendlich war auf der ganzen Fähre der Metaxa aus ;o)

    Grüße, Susanne

  4. Elpida says:


    Hallo,

    der Bericht war einfach super mußte nun wirklich lachen! Hab ihn aber erst jetzt durch Zufall gefunden. Da freu ich mich schon richtig auf die nächste Reise mit einer griechischen Fähre.
    Ich buche übrigens online und bin sowohl mit den Preisen als auch mit dem Kundendienst sehr zufrieden.

    Na dann wünsch ich allen eine gute Reise!

    Geia sas!!!

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