Seit der Einführung des Euro 2002 ist die griechische Drachme Geschichte. Damit stellt sich jetzt also die Frage: Was ist denn eigentlich die Geschichte der griechischen Drachme? Die Geschichte der griechischen Drachme ist wenig überraschend, lang, so wie ja fast alles alles in Griechenland lange Geschichte hat. Bis auf den Café Frappé vielleicht, der wurde […]

Seit der Einführung des Euro 2002 ist die griechische Drachme Geschichte. Damit stellt sich jetzt also die Frage: Was ist denn eigentlich die Geschichte der griechischen Drachme?

Die Geschichte der griechischen Drachme ist wenig überraschend, lang, so wie ja fast alles alles in Griechenland lange Geschichte hat. Bis auf den Café Frappé vielleicht, der wurde ja erst 1957 erfunden.

Die antike Drachme
Drachmen gibt es in Griechenland schon sehr lange. So sind die ersten Münzen mit der Bezeichnung Drachme über 2.600 Jahre alt. Drachme war damals eigentlich eine Gewichtseinheit, die eben dem Gewicht der Standardmünzen entsprach. Die antiken Drachmen waren üblicherweise aus Silber hergestellt, seltener aus Gold oder Kupfer.

Der Prägetechnik der damaligen Zeit folgend, waren die Drachmen damals auf einer Seite rechr flach, mit nur sehr flachem Relief, während die andere Seite der Drachme konvex und ein recht plastisches Motiv zeigte.

Die damaligen Gewichtssysteme, die ja auch das Gewicht einer Drachme vorgaben, waren wir folgt definiert:
! Talent (30,25kg) entsprach 60 Minen. 1 Mine (504g) entspracht 50 Stater. 1 Stater (10,1g) waren wiederum 2 Drachmen. 1 Drachme entspricht also in etwas 5 Gramm, und wurde weiter in 6 Oboli unterteilt. Von daher stammt auch das Sprichwort “den Obolus entrichten”, also zwangsbeglückt einen Teil an höhere Mächte abzutreten.

Neben 1-Drachmen-Prägungen waren im östlichen Bereich Tetradrachmen (4 Drachmen), in Magna Graecia, also Süditalien und Sizilien, Didrachmen (2 Drachmen) die gängigen Nominale. Es wurden vereinzelt auch Dekadrachmen (10 Drachmen) geprägt, in hellenistischer Zeit auch ptolemäische Oktadrachmen (8 Drachmen) in Gold. Recht häufig war die Hemidrachme (Halbdrachme) gleich 1 Tribolos (Münze im Wert von drei Oboloi).

Ich, also hellenophiler Mensch, habe nicht widerstehen können, auf Ebay eine Drachme zu ersteigern. Und zwar, um genau zu sein, eine makedonische Tetradrachme, die Alexander III., auch Alexander der Große, zeigt.



Zu sehen ist auf der Münze der sitzende Zeus, der eine Adler und sein Zepter hält. Auf der anderen Seite ist Alexander der Große mit dem Löwenfell abgebildet. Ich habe das Glück, dass meine Münze sehr gut bis sogar vorzüglich erhalten ist.

De moderne Drachme
Die moderen Drachme (gr. Eλληνική δραχμή) war bis zur Einführung des Euros die offizielle griechische Währungseinheit. Die Untereinheit der Drachme war das Lepto (λεπτό(ν), Plural λεπτά); 100 Lepta ergeben eine Drachme. Von Lepto, was ja nichts anderes als “kleines Teil” bedeutet, leitet sich auch das, zumindest in Österreich verwendete, “Lepsche” für unbedeutende Geldsummen, also Kleingeld, ab.

Die Drachme wurde 1831 als griechische Währung eingeführt und löste den Phönix (gr. Φοίνιξ) ab, welcher von 1828 bis 1831 die erste Währung Griechenlands nach der Erlangung der Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich war. Ab 1868 war Griechenland Mitglied der Lateinischen Münzunion. Damit war die Drachme im Verhältnis 1:1 an die anderen Währungen der Union gebunden. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Münzunion keine praktische Bedeutung mehr und wurde 1927 aufgelöst.

2001 trat Griechenland der Europäischen Währungsunion bei, zwei Jahre nach den elf Gründungsmitgliedern. Die Drachme wurde damit fest an den Euro gebunden, und zwar im Verhältnis 340,750 GRD = 1 EUR. 2002 wurde, gleichzeitig mit den anderen Euro-Ländern, das Euro-Bargeld eingeführt, und die Drachme verschwand. Die Bezeichnung Lepto wurde jedoch als griechische Bezeichnung für den Eurocent übernommen und wird auf den Rückseiten der griechischen Euromünzen auch verwendet.



One Response to “Griechische Drachmen”


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