Die Gesichter Kretas Kreta hat verschiedene Gesichter, in denen es sich seinen Besuchern präsentieren kann. Da wäre zunächst das Gesicht, das die meisten Touristen, als leider einziges, kennen lernen. Nämlich das Gesicht das durch den Massentourismus hervorgerufen wird, angepasst an Gäste, denen das Gesicht ihres Urlaubsdomizils eigentlich egal ist. Diese Touristen wollen Sonne, Strand und […]

Die Gesichter Kretas

Kreta hat verschiedene Gesichter, in denen es sich seinen Besuchern präsentieren kann. Da wäre zunächst das Gesicht, das die meisten Touristen, als leider einziges, kennen lernen. Nämlich das Gesicht das durch den Massentourismus hervorgerufen wird, angepasst an Gäste, denen das Gesicht ihres Urlaubsdomizils eigentlich egal ist.

Diese Touristen wollen Sonne, Strand und Meer, und das zu möglichst billigen Preisen. Und genau so präsentiert sich die Region um Heraklion und Hersonissos auch: Optimiert für den Umsatz mit Touristen. Weder schön, noch umweltschonend. Aber das spielt für ein bis zwei Wochen Aufenthalt auch keine Rolle, für den perfekten Strandurlaub ist ja gesorgt.

Dann hat Kreta noch das Gesicht des gut erschlossenen Urlaubsgebietes mit echtem eigenen Charakter zu bieten. Die wunderschönen, und weithin bekannten Städte an der Nordküste, Chania, Rethymno, Agios Nikolaos und Sitia, sowie deren Umland, sind touristisch voll erschlossen, haben dabei aber ihren eigenen typisch kretischen und griechischen Charakter bewahrt.

Wenngleich es hier auch vereinzelte Hotelbunker gibt, so ist doch alles viel harmonischer und besser in die südliche Umwelt integriert. Hier findet der Urlauber alles, was er für einen qualitativ sehr hochwertigen Urlaub braucht, in dem er auf nichts zu verzichten braucht, und trotzdem ein gutes Stück Griechenland und Kreta erleben kann. Ein wunderschöner Strand, ungetrübter Badespaß und stilvolles Ambiente wird auch hier überall geboten.

Und dann ist da noch da dritte touristische Gesicht Kretas. Die Südküste entland, von Paleochora, über Matala und Ierapetra bis hin zu Paleokastro schon an der Ostküste Kretas. Hier ist aus der Sicht der touristischen Infrastruktur alles vorhanden, was für einen erholsamen Urlaub benötigt wird. Es geht aber alles noch viel individueller zu, der Urlauber wird es schwer haben, wenn er ignorieren will, dass er in Griechenland, auf Kreta, zu Urlaub ist.

Das schließlich letzte Gesicht der Insel der ersten Hochkultur Europas kann man erleben, wenn man beim Durchqueren Kretas im Inneren der Insel in einem kleinen Dorf in ein Kafenio stolpert. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Die alten Männer im Kafenio lachen ganz unverhohlen, aber ohne inirgendeiner Weise bsartig zu sein, über das Missgeschick, dass sich hier offensichtlich wieder mal ein Tourist verirrt hat.

Lesen oder auf der Karte zeigen, wie man weiterzufahren hat, können sie nicht. Sie haben es nie gelernt. Und ich habe einmal sogar in einem Kafenio im Inneren Kretas einen uralten Mann kennengelernt, der sein Leben lang in diesem Dorf gelebt hat, und tatsächlich nie am Meer gewesen ist. Das Meer kannte er nur von der Aussicht der Berge rund um das Dorf, wo er ab und zu rauf musste, um verirrte Schafe und Ziegen heimzuholen.

Das ist das ursprüngliche, alte Kreta, das annähernd den Bildern ähnelt, die vom Film “Zorbas, der Grieche” gezeichnet werden. Das ist das Kreta, das jeder kennengelernt haben sollte, bevor er zuhause allen erzählt, er sei auf Kreta auf Urlaub gewesen.


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