Fevga ist eine der drei Backgammon-Varianten, die in Griechenland gespielt werden, und dort zusammen als Tavli bekannt sind.

Das Tavli-Spiel wird üblicherweise mit allen drei griechischen Varianten des Backgammon gespielt, also mit Fevga, Plakoto und Portes, immer abwechselnd, und auf drei, fünf oder sieben gewonnene Punkte. Einen Verdoppelungswürfel gibt es dabei nicht, und um Geld spielen Griechen normalerweise auch nicht.

Fevga

Fevga ist eine der drei Backgammon-Varianten, die in Griechenland gespielt werden, und dort zusammen als Tavli bekannt sind. Das Tavli-Spiel wird üblicherweise mit allen drei griechischen Varianten des Backgammon gespielt, also mit Fevga, Plakoto und Portes, immer abwechselnd, und auf drei, fünf oder sieben gewonnene Punkte. Einen Verdoppelungswürfel gibt es dabei nicht, und um Geld spielen Griechen normalerweise auch nicht.

Das griechische Fevga wird nach den gleichen Regeln gespielt wie auch das türkische Moultezim und das russische Narde.

Spielregeln Fevga

Jeder Spieler beginnt mit 15 Spielsteinen am jeweiligen rechten Punkt seiner Spielfeldseite, also dem eigenen 1er-Punkt in der internationalen Backgammon-Sprache, und damit diagonal zueinander über das Spielfeld. Spielrichtung ist für beide Spieler gegen den Uhrzeigersinn.

Ziel des Spieles ist es, alle Spielsteine rund um das Spielfeld zu bringen, und dann ähnlich dem Backgammon rauszuwürfeln.

Am Beginn werfen beide Spieler einen Würfel, der mit der höheren Augenzahl darf beginnen. Bei Gleichstand werden die Würfel noch mal geworfen, bis ein Gewinner feststeht. Ein automatisches Verdoppeln bei gleicher Augenzahl ist in Griechenland unbekannt.

Der Gewinner dieses Eröffnungsduells darf erneut mit beiden Würfel werfen, und hat damit also die Chance das Spiel mit einem Pasch zu beginnen. Nach dem ersten Spiel darf immer der Gewinner des vorherigen Spieles eröffnen.

Die Augenzahl der beiden geworfenen Würfel zeigen an, wie viele Felder die Spielsteine bewegt werden dürfen. Dabei gelten folgende Regeln:

  • Ein Spielstein darf nur auf ein Spielfeld bewegt werden, das von keinem Spielstein des Gegners blockiert wird. Ein Schlagen eines einzelnen Spielsteins, wie im Backgammon, gibt es nicht, es reicht also ein Stein um das Feld zu blockieren.
  • Die Augenzahlen der beiden Würfel müssen jede für sich gezogen werden, wobei aber der selbe Spielstein gezogen werden muss. Wie im Backgammon muss also jede Augenzahl für sich gespielt werden.
  • Ein Pasch darf wie im Backgammon doppelt gefahren werden, also insgesamt viermal die Augenzahl des Pasch. Aber auch dabei muss jede Augenzahl für sich korrekt gespielt werden.
  • Fall möglich müssen die Augenzahlen beider Würfel gezogen werden, oder im Falle eines Pasch alle vier Augenzahlen. Wenn nur eine Augenzahl gezogen werden kann, so muss wenn möglic die höhere Augenzahl gezogen werden.

Der erste Spielstein muss den Startpunkt des Gegners passiert haben, also das halbe Spielfeld umrundet haben, bevor ein zweiter Spielstein ins Spiel gebracht werden darf. Durch diese Regel ist zum Beispiel ein Sechser-Pash zum Spielbeginn ein völlig unbrauchbare Wurf, da nach dem Ziehen der ersten Sechs der Spielstein bereits durch den Startpunkt des Gegners blockiert ist. Die anderen drei Sechser verfallen damit.

Wie bereits oben erwähnt gibt es beim Fevga kein Schlagen eines gegnerischen Spielsteins. Das ist wohl der signifikanteste Unterschied zwischen internationalem Backgammon und der griechischen Fevga-Variante. Ein einzelner Spielstein blockiert bereits ein Spielfeld, und es kann vom Gegner nicht mehr benützt werden, bis das Feld geräumt wurde. Mit dieser Regel einher geht auch eine Einschränkung: Es ist nicht erlaubt, alle Felder des eigenen Startviertels zu blockieren, zumindest eines der Spielfelder dort muss frei bleiben, um einen weitern Spielverlauf zu sichern.

Hat man an einer anderen Stelle sechs Felder in einer Reihe blockiert (also z.B. die Felder 2, 3, 4, 5 und 6 des eigenen Startviertels, und das Feld 7), und der gener hat alle seine Steine am Punkt vor der Blockade (im Beispiel also Feld 1) angeasammelt, so muss man im nächsten Wurf zumindest eines der Felder räumen. Für das Beisiel wäre es also ideal, den Stein von Feld 2 auf Feld 8 zu bewegen, die Blockade also um ein Feld voranzurollen.

Um Spielsteine rauswürfeln zu können, müssen alle 15 Spielsteine rund um das Spielfeld in das 4. Viertel des Spielbrettes gebracht werden. Das Rauswürfeln geschieht nach den Regeln des internationalen Backgammons, wobei es aber durchaus passieren kann, dass ein oder mehrere Spielfelder her noch von gegnerischen Steinen blockiert sind.

Gewinner ist, wer als erster alle Spielsteine vom Brett gewürfelt hat. Ein Sieg zählt als ein Punkt, hat der Verlierer noch keinen einzigen Stein rausgewürfelt, so zählt das Spiel doppelt, also wie ein Gammon im Backgammon. Ein dreifaches Spiel, also ein Backgammon, gibt es beim Fevga nicht.

Links

Tavli, die griechischen Varianten des Backgammon
In griechischen Kafenia sieht man sehr oft Leute Backgammon spielen. Dabei spielen sie aber die griechischen Varianten des Tavli-Spiels: Portes, Plakoto, Fevga. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Fevga
Fevga is one of three backgammon games popular in Greece. The other two are Portes and Plakoto. The three games together are called Tavli and are usually played one after the other in matches of three, five, or seven points. Lesen Sie mehr dazu auf www.bkgm.com…

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