Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem […]

Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem Tsunami vernichtet worden zu sein.

Heute liegt die versunkene Siedlung nur 300 Meter von der Kreuzfahrerburg bei Atlit entfernt, und gerade mal an die zehn Kilometer von der geschäftigen Hafenstadt Haifa entfernt. Gegen Ende der letzen Eiszeit ließen die schmelzenden Gletscher den Meeresspiegel steigen, und so muss das meer auch Atlit Yam immer näher gerückt sein, bis die Siedlung schließlich aufgegeben wurde.

Oder war es doch ein Tsunami, der die Siedlung in dieser Zeit des Umschwunges, als die meisten Stämme dazu übergingen von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern und Viehzüchtern zu werden? Die Zeit in der die Siedlung aufhörte zu existieren fällt mit der Zeit zusammen, als ein Tsunami das Mittelmeer heimsuchte, verursacht durch einen gewaltigen Hangrutsch am Ätna in Italien.

Wenige Stunden nach dem Ereignis, so die Wissenschaftlerin Maria Pareschi vom italienischen Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia in Pisa, hätten 40 Meter hohe Wellen die Ostküste des Mittelmeeres verwüstet und Chaos in der Stadt hinterlassen. Aber andere Wissenschaftler sind hier anderer Meinung.

In Atlit Yam wurden 65 Tote gefunden, die meisten davon ordentlich bestattet. Alle gefunden Schhädel wiesen Anzeichen von schweren Mittelohrentzündungen auf, ein Hinweis darauf, dass die Menschen viel Zeit im kalten Wasser verbrecht haben. Die Zähne sind weit über den normalen Abrieb abgenutzt. Das kommt von der Zuhilfenahme bei den Arbeiten mit Riemen und Tauen von Segeln und Netzen in den Booten. An den Ansätzen der Knochen kann man noch erkennen, dass hier einst stark ausgeprägte Muskeln saßen – genau jene, die durch Rudern gekräftigt werden.

Den genaueren Untersuchungen zufolge sind die Menschen in Atlit Yam an Infektionskrankheiten gestorben. Die Brandspurenm die an vielen Knochen gefunden wurden, sind entstanden, weil die Menschen von Atlit-Yam ihre Toten nicht auf Friedhöfen, sondern in den Häusern bestatteten. Dort, wo sie auch gelebt, geschlafen und gekocht haben.

Von der gemauerten Brunneneinfassung stünden noch drei Lagen aufrecht, ebenso wie die Steinfundamente vieler Häuser und ein Stonehenge-ähnlicher Steinkreis aus sieben Monolithen – allesamt ohne Zement gebaut. “Das alles hätte nicht der Wucht eines Tsunamis Stand halten können”, findet Ausgräber Ehud Galili von der Israelischen Antikenbehörde. “Was auch immer es war, das die Menschen aus Atlit-Yam vertrieb, es kam langsam und ließ ihnen genügend Zeit, sich auf trockenes Land zurückzuziehen.”

Es hat also doch den Anschein, als würde Atlantis noch immer auf seine Entdeckung warten. Falls es Atlantis überhaupt gegeben hat…

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3 Responses to “Atlantis in der Ägäis?”


  1. Sul sito http://www.CataniaCultura.com vi sono un paio di interessanti articoli che trattano in maniera dettagliata (ed in perfetto italiano) di Atlit-Yam, dello tsunami causato dall’Etna e della questione dei megaliti.

  2. christoph says:


    Ich übersetze den Kommentar von Ignazio Burgio jetzt mal: Auf http://www.cataniacultura.com/ (in Italienisch) gibt es einige Beiträge rund um Atlit-Yam, den Tsunami, der durch den Ätna verursacht wurde, und die dort gefundenen Megalithen.

    Eine automatisch übersetzte Version der Catania Cultura Seiten gibt es dank des Google Übersetzers hier: http://translate.google.com/tr.....#038;tl=de
    oder hier für eine Übersetzung ins Englische: http://translate.google.com/tr.....#038;tl=en

    Für alle historisch Interessierten finden sich dort viele gute Artikel, die einen Besuch der Seie lohnenswert mchen.


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