"Wish you weren't here, Greece tells tourists" lautet die Schlagzeile in Great Britain nachdem eine Griechin das beste Stück eines Briten flambiert hat, nachdem dieser sie belästigt hatte.

Nach Angaben der jungen Frau hatte der stark alkoholisierte Brite sie begrapscht und sie mehrfach zum Sex aufgefordert. Als er dann sein bestes Stück freilegte hat sie es mit Alkohol übergossen und angezündet. Der junge Brite bestreit all dies, erklär aber auch nicht wie die Frau es geschafft haben soll, ihm die Hose runterzureissen und ihn zu flambieren.

Brite flambiert

Legs at the BarUnd damit ist an sich auch schon die eigentlich Geschichte erzählt: Angetrunkener Tourist baggert Einheimische auf einem Niveau an, das seinem Alkoholpegel entspricht. Die Einheimische allerdings greift zu drastischen Mittel der Notwehr indem sie das zur Schau gestellt beste Stück des Touristen flambiert. Man muss der jungen Frau zugute halten, dass sie sich unmittelbar nach der Tat der Polizei gestellt hat und quasi Selbstanzeige erstattet hat.

Die griechischen Medien haben die Täterin sofort zur Heldin erkoren, da ja weibliche Einheimische in Touristengebieten nun mal mitunter schwer unter den alkoholisierten Touristen zu leiden haben. Ich wohne hier inmitten eines Winterurlaubsgebietes, und kann als Mann bezeugen, dass das hier nicht immer einfach ist. In einem Urlaubsland wie Griechenland ist diese Reaktion der Medien also verständlich. Wohl aber haben die Medien – soweit ich das mitverfolgt habe – auch durch die Bank ausdrücklich die Art und Weise der Gegenwehr verurteilt.

Matala - Kreta /CreteMan muss ja tatsächlich von Glück reden, dass außer ein paar schmerzhaften Verbrennungen zweiten Grades nicht mehr “Sachschaden” entstanden ist. Mit synthetischem Gewebe und Alkohol rundherum hätte die Geschichte ja auch in einem wahren Drama enden können.

Die Schlussfolgerungen, die aber The Independent aus dem Vorfall und der Berichterstattung gezogen hat, sind aber eigentlich einer angesehenen Zeitung unwürdig: Griechenland würden den Touristen mitteilen, dass man wünschen würde, sie wären nicht hier. Weiters gibt Independent auch die Namen der Täterin und des Opfers preis, eine Brandmarkung die die griechischen Medien wohlweislich vermieden haben. Wer sich am Flaming beteiligen möchte kann die Namen gerne im Independent Artikel (Link siehe unten) nachlesen, kafenio.eu beteiligt sich jedenfalls nicht daran.

Bay of BalosDass Griechenland wünschen würde, die Touristen seien nicht hier, ist so natürlich nicht richtig. Als Bewohner der österreichischen Alpen möchte ich mir hier mit Griechenland solidarisch erklären, und für ein für alle Mal klar stellen: Briten, wir wünschten ihr würdet nicht Urlaub machen…

Und an alle Einwohnerinnen von touristischen Gebieten möchte kafenio.eu folgende Apell richten: Mädels, wehrt euch. Aber verletzt bitte niemanden dabei!

Links

Wish you weren’t here, Greece tells tourists
Attack on flasher is a sign that locals have had enough of Britons’ behaviour. Lesen Sie mehr dazu auf www.independent.co.uk…

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