Christoph am 14. October 2008


Der eigentlich im Roten Meer beheimatete Hasenkopf breitet sich jetzt auch in der Ägäis aus. Wie einige andere Fischarten auch ist diese Fischart durch den Suez-Kanal hindurch in das durch die Klimaerwärmung imme wärmer werdende Meer gewandert. Dies ist an sich seit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 immer wieder passiert. Diese Einwanderung von neuen Arten […]

Der eigentlich im Roten Meer beheimatete Hasenkopf breitet sich jetzt auch in der Ägäis aus. Wie einige andere Fischarten auch ist diese Fischart durch den Suez-Kanal hindurch in das durch die Klimaerwärmung imme wärmer werdende Meer gewandert.

Dies ist an sich seit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 immer wieder passiert. Diese Einwanderung von neuen Arten vom Roten Meer ins Mittelmeer ist nach dem Erbauer des Suez-Kanals, Ferdinand de Lesseps, benannt, und heißt Lessepsche Migration. Eine Liste der Lessepschen Migranten ist auf Wikipedia verfügbar.

Was ist jetzt so besonders am Hasenkopf? Der Fisch hat im Ober- und Unterkiefer je zwei grosse Zähne, was ihm das Aussehen eines Hasen verleiht. Darum wird er auch Hasenkopf genannt, oder auf Latreinisch eben Lagocephalus. Die Fiusche werden bis zu 35cm lang, haben einen torpedoförmigen Körper, schwarze Punkte am ganzen Körper und zwei silberne Streifen auf der Seite.

Der Hasenkopf ist aber auch verwandt mit den Kugelfischen, und hat daher von diesen eine Eigenschaft geerbt, die ihn sogar für Menschen lebensgefährlich macht.


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Christoph am 27. August 2008


Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem […]

Vor Israel im Meer versunken liegt die über 8.000 Jahre alte Siedlung namens Atlit Yam. Sie befindet sich in einer Tiefe von 8 bis 12 Metern, und liegt in der heutigen Bucht von Atlit nahe der Mündung des Oren Flusses. Die Siedlung war von 6.900 bis ca. 6.300 v.Chr. bewohnt, und könnte dann von einem Tsunami vernichtet worden zu sein.

Heute liegt die versunkene Siedlung nur 300 Meter von der Kreuzfahrerburg bei Atlit entfernt, und gerade mal an die zehn Kilometer von der geschäftigen Hafenstadt Haifa entfernt. Gegen Ende der letzen Eiszeit ließen die schmelzenden Gletscher den Meeresspiegel steigen, und so muss das meer auch Atlit Yam immer näher gerückt sein, bis die Siedlung schließlich aufgegeben wurde.

Oder war es doch ein Tsunami, der die Siedlung in dieser Zeit des Umschwunges, als die meisten Stämme dazu übergingen von Jägern und Sammlern zu sesshaften Bauern und Viehzüchtern zu werden? Die Zeit in der die Siedlung aufhörte zu existieren fällt mit der Zeit zusammen, als ein Tsunami das Mittelmeer heimsuchte, verursacht durch einen gewaltigen Hangrutsch am Ätna in Italien.
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Christoph am 16. August 2008


Die Lage auf den meisten der ägäischen Inseln ist recht angespannt. Durch die Klimaänderung und damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie den im Mittelmeerraum reduzierten Niederschlägen, wird das ohnehin schon sehr knappe Wasser auf den Inseln in der Ägäis noch knapper. Auch die immer grösseren Mengen von Touristen, die die traumhaften Strände und das klare Wasser […]

Die Lage auf den meisten der ägäischen Inseln ist recht angespannt. Durch die Klimaänderung und damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie den im Mittelmeerraum reduzierten Niederschlägen, wird das ohnehin schon sehr knappe Wasser auf den Inseln in der Ägäis noch knapper. Auch die immer grösseren Mengen von Touristen, die die traumhaften Strände und das klare Wasser in der Ägäis zu Recht genießen wollen, verschärfen die Situation immer mehr.

Schon seit Jahrzehnten sind viele der bewohnten Inseln zumindest in den Sommermonaten auf Wasserlieferungen angewiesen. Diese Wasserlieferungen kommen mit eigenen Tankerschiffen, deren Zweck darin besteht, Trinkwasser für die bedürftigen Inseln zu liefern. Das Trinkwasser stammt dabei überwiegend vom nördlichen griechischen Festland, aber auch aus z.B. Kreta.

Aber wie oben erwähnt verschärft sich die Situation zusehends: Es gibt weniger Wasser, aber es wird immer mehr Wasser benötigt. Und somit eskaliert die Situation zur Zeit ein wenig: Viele der bisherigen Wasserlieferanten liefern weniger Wasser als zugesagt. Damit gibt logischer weise es zuwenig Wasser für die abhängigen Inseln. Um aber keine Touristen zu vergraulen, werden die touristischen zuerst mit Wasser beliefert, was dann fürdie kleineren, touristisch weniger bedeutenden Inseln teils drastaische Lieferausfälle zur Folge hat.
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Christoph am 3. August 2008


Eine Serie von leichten und mittleren Erdbeben hat in der Nacht vom 2. auf den 3. August Griechenland erschüttert. Alle Beben haben in der Ägäis, ca. 135km südöstlich von Thessaloniki stattgefunden, die stärksten Erdstösse haben vor allem die griechischen Inseln Skopelos, Skiathos und Alonnisos gespürt. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand. Zu spüren war der […]

Eine Serie von leichten und mittleren Erdbeben hat in der Nacht vom 2. auf den 3. August Griechenland erschüttert. Alle Beben haben in der Ägäis, ca. 135km südöstlich von Thessaloniki stattgefunden, die stärksten Erdstösse haben vor allem die griechischen Inseln Skopelos, Skiathos und Alonnisos gespürt. Verletzt wurde nach offiziellen Angaben niemand. Zu spüren war der Erdstoss auch auf der Halbinsel Chalkidiki.

Der erste der Erdstösse hat eine Stärke von 4.9 auf der Richterskala erreicht, alle weiteren haben diese Marke zumeist bei weiten nicht mehr erreicht. Der Wert 4.9 stammt von der European-Mediterranean Seismological Centre, dem offiziellen seismologischen Zentrum für den europäischen und editerranen Raum. Ein Beben der Stärke von über 5.1 um 4 Uhr früh morgens, wie in manchen Medien berichtet, ist hier nicht verzeichnet worden (siehe Details weiter unten).

Alles unter 5.0 auf der Richterskala gilt als leichtes oder sehr leichtes Erdbeben, von 4.0 bis 4.9 ist zu erwarten, dass sich Zimmergegenstände sichtbar bewegen und Erschütterungsgeräusche zu hören sind. Schäden an Gebäuden sind im Normalfall auszuschließen.

Beben mit Werten zwischen 3.0 und 3.9 sind zwar spürbar, aber werden von den meisten Menschen gar nicht wahrgenommen, und alles unter 3.0 ist nicht mehr spürbar.
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Christoph am 2. August 2008


Im Mittelmeer gibt es doch einige für die jeweilige Region recht typische Winde, die sehr bekannte Namen aus den jeweiligen Landessprachen haben. Die Kartenübersicht unten listet die meisten der benannten Winde auf, aber es ist natürlich keine vollständige Liste. Der Meltemi, oder früher auch Etesien genannte Wind in der Ägäis, ist ja in einem eigenen […]

Im Mittelmeer gibt es doch einige für die jeweilige Region recht typische Winde, die sehr bekannte Namen aus den jeweiligen Landessprachen haben. Die Kartenübersicht unten listet die meisten der benannten Winde auf, aber es ist natürlich keine vollständige Liste.

Der Meltemi, oder früher auch Etesien genannte Wind in der Ägäis, ist ja in einem eigenen Beitrag beschrieben worden:

Im folgenden werden hier die wichtigsten und bekanntesten Winde des Mittelmeeres ein wenig vorgestellt, und ihre typischen Charakteristika erläutert.
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Christoph am 1. August 2008


Der Meltemi ist der Wind, der fast den gesamten Sommer tagsüber in der Ägäis weht. Der Meltemi ist der Schönwetterwind, der aus Richtung Norden weht, abends normalerweise abflaut, und die Temperaturen von weit über 40 Grad im Schatten noch gut erträglich macht. Kurz gesagt ist der Meltemi der griechische Wind. Dabei ist der Name Meltemi […]

Der Meltemi ist der Wind, der fast den gesamten Sommer tagsüber in der Ägäis weht. Der Meltemi ist der Schönwetterwind, der aus Richtung Norden weht, abends normalerweise abflaut, und die Temperaturen von weit über 40 Grad im Schatten noch gut erträglich macht.

Kurz gesagt ist der Meltemi der griechische Wind. Dabei ist der Name Meltemi – allen Rivalitäten mit der Türkei zum Trotz – türkischen Ursprungs. Früher nannten ihn die Griechen Etesien (Ἐτησίαι), was soviel wie “Wind der Jahreszeit” bedeutet.

Der Meltemi entsteht dadurch, dass das üblicherweise, bei stabilem Schönwetter im Sommer über der Türkei liegende Hitzetiefdruckgebiet und das über dem Balkan liegende Hochdruckgebiet wie eine Pumpe Luft von Norden in die Ägäis drücken. Mit em Meltemi kommen immer schönstes Sommerwetter, klare und gute Sichtbedingungen und relativ trockene Luft einher.

Jedes Jahr beginnt der Meltemi im Mai zu wehen, erreicht im Juli und August seinen Höhepunkt, und kann in guten Jahren bis in den Oktober hinein überstehen. Vor allem Surfer wissen den bis über 6 Beaufort starken Wind in der gesamten Ägäis sehr zu schätzen.

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Christoph am 28. July 2008


Im Mittelmeer kommen 49 verschiedene Haiarten vor. Ganze 16 dieser Arten werden über drei Meter lang. Von diesen 16 Arten gelten 15 als für Menschen gefährlich.

Bereits die alten griechischen Geschichtsschreiber berichten von Unfällen mit Haien, womit die Chronologie der Haiangriffe im Mittelmeer weltweit am weitesten zurück datierbar ist. Zugleich ist das auch der eindeutige Beweis dafür, dass Haie auch in der Ägäis vorkommen. Tatsächlich gibt es im Mittelmeer eine ganze Reihe von Unfällen mit Haien, auch Angriffe von Weißen Haien gelten als wissenschaftlich gesichert.

Im Mittelmeer gibt es Haie. Genauer gesagt kommen sogar 49 verschiedene Haiarten vor. Ganze 16 dieser Arten werden über drei Meter lang. Von diesen 16 Arten gelten 15 als für Menschen gefährlich. Lediglich die längste der vorkommenden Haiarten, der Riesenhai, mit bis zu 15 Metern Länge, ist Planktonfresser, und damit für Menschen ungefährlich.

Bereits die alten griechischen Geschichtsschreiber berichten von Unfällen mit Haien, womit die Chronologie der Haiangriffe im Mittelmeer weltweit am weitesten zurück datierbar ist. Zugleich ist das auch der eindeutige Beweis dafür, dass Haie auch in der Ägäis vorkommen.

Tatsächlich gibt es im Mittelmeer eine ganze Reihe von Unfällen mit Haien, auch Angriffe von Weißen Haien gelten als wissenschaftlich gesichert. Trotz des hohen Interesses der Medien an Haiangriffen in der Urlaubsregion Mittelmeer sind jedes Jahr statistisch nur 0,42 Angriffe zu verzeichnen. Seit 1899 sind in den folgenden 100 Jahren nur 60 Angriffe auf Menschen oder Boote registriert worden.

Nun ist es aber so, dass Menschen für Haie gefährlicher sind, als Haie für Menschen. Damit will ich nicht sagen, dass Urlauber immer wieder unprovoziert einen Hai angreifen und abschlachten, nur um die Aggressionen aus dem Alltag daheim loszuwerden. Aber viele lassen sich dann doch von einem Plakat “Heute frisches Hai-Steak” vor der Taverne oder dem Ristorante beeindrucken.

Auch unternehmen die politisch Verantwortlichen der jeweiligen Regionen wenig, um den Bestand der Haie zu sichern. Weniger Haie heißt weniger Meldungen über das sensible Thema in den Medien, heißt weniger Bedenken der Touristen, heißt mehr Einnahmen durch den Tourismus. So lautet deren einfaches Kalkül. Sie übersehen dabei aber vollkommen, dass die Haie als effiziente Jäger auch die Rolle der Gesundheitspolizei im Meer übernehmen, und kranke oder verletzte Fische aus dem Kreislauf ziehen, bevor dieser Kreislauf gestört wird.

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