Christoph am 11. August 2008


Immer wieder liest man, dass Menschen nach einem Bad im Mittelmeer, von der Cote d’Azur bis hinunter nach Neapel, mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus behandelt werden müssen. 2005 war es an einem Strand in Ligurien sogar so schlimm, dass an einem einzigen Tag gleich 180 Menschen behandelt werden mussten. Schuld daran ist eine giftige Alge, die […]

Immer wieder liest man, dass Menschen nach einem Bad im Mittelmeer, von der Cote d’Azur bis hinunter nach Neapel, mit Vergiftungserscheinungen im Krankenhaus behandelt werden müssen. 2005 war es an einem Strand in Ligurien sogar so schlimm, dass an einem einzigen Tag gleich 180 Menschen behandelt werden mussten.

Schuld daran ist eine giftige Alge, die eigentlich aus tropischen Gewässern stammt. Sie wurde 1989 das erste Mal im Mittelmeer nachgewiesen, in der Nähe von Monaco. Seither breitet sie sich beständig dem Küstenverlauf folgend aus. Die Zellen der giftigen Algen breiten sich vor allem in flachem Wasser aus, das über 25 Grad warm ist.

Wie sie im Mittelmeer eingeschleppt wurde ist unklar, sie könnte in den Ballasttanks von Schiffen transportiert worden sein, oder einfach von einem Aquariumsbesitzer freigesetzt worden sein, der den Inhalt seines Aquariums, nachdem sein Aquarium nach dem Kauf von tropischen Zierfischen ausgestorben war, einfach im Meer entsorgt hat.

Die Alge heißt wissenschaftlich Ostreopsis ovata, ist aus der Gruppe der Dinoflagellaten, und gehört zu einer Reihe von toxischen Algen. Sie ist auch die Ursache von Ciguatera, einer Fischvergiftung. Diese Art von Fischvergiftung, die saisonal und unerwartet auftritt, wird durch den Genuss von sonst ungiftigen Speisefischen hervorgerufen.
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