Christoph am 12. June 2012


In Griechenland brechen den Reiseveranstaltern massiv die Urlaubsbuchungen weg.

Obwohl Hoteliers und Airlines üppige Rabatte spendieren, scheuen Touristen das Land. Hilflos übt man sich in Beschwichtigungsrhetorik, jeder Versuch wird von der mitteleuropäischen Presse hämisch kommentiert.

Tourismus in Griechenland bricht ein

The ParthenonDie Buchungen für einen Urlaub in Griechenland sind im diesjährigen Sommer bisher massiv eingebrochen. Einzelne Reisebüros und Veranstalter sprechen von über 40% Buchungsrückgang im Vergleich zum letzten Sommer, und was gebucht wird, sind überwiegend günstige Reisen. Der Umsatz für Griechenland geht also nicht nur in der Anzahl, sondern noch stärker im Umsatz zurück.

Und zusätzlich hören wir in den Medien, dass Griechenland durch die drohende Pleite des Energiekonzerns DEPA eine Energiekrise droht, dass private Personen sich keine Arzt mehr leisten können, da die Ärzte keine Krankenkassen mehr akzeptieren, die ja wiederum die Leistungen der Ärzte nicht mehr bezahlen können und wollen.

Aber müsste da jetzt nicht die europäische Solidarität aktiviert werden, und Europäer jetzt erst recht in Griechenland Urlaub machen?
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Christoph am 6. March 2012


Die einen haben es, die anderen nicht. Es geht um ein gutes Rating bei den sogenannten Ratingagenturen.

Österreich hat ja laut Standard & Poor's das zweithöchste Rating AA+ inne, Griechenland wurde auf das schlechteste Rating C abgestuft. Die Politiker der Alpenmonarchierepublik behaupten vorbildlich zu arbeiten, die anderen, am südlichen Ende des Balkans, behaupten das auch, aber müssen eben mit anderen Vorausetzungen klarkommen.

Toy ChapelÖsterreich hat schon im Herbst 2011 begonnen ein weiteres Sparpaket zu schnüren. Den langjährigen Kritikern zum Trotz wurden die wirklich großen Reformpunkte – Verwaltungsreform, Gesundheitsreform, Ausbildungsreform, etc. – wieder nicht angepackt. Statt dessen geht es wieder einmal darum unbegründete Annahmen mit publikumswirksamen Nebeneffekten zu verknüpfen, eine kleine handvoll guter Punkte einzuarbeiten, und das ganze dann als Erkenntnis des Jahrtausends zu verkaufen. Standard&Poor’s hat diesen Erfolgen zum trotz das AAA-Rating reduziert, und zumk AA+ sogar noch den Ausblick “negativ” beschert.

So weit, so gut.
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