Christoph am 10. February 2010


Frankreich hat Pastis, Italien hat Sambuca, Griechenland hat Ouzo, die Türkei hat Raki und Syrien, der Libanon und Syrien haben Arak

Wenn Franzosen sagen "Je suis dans le pastis", also wörtlich übersetzt "Ich bin in Pastis", dann wollen sie damit ausdrücken, dass sie in Schwierigkeiten stecken und die Situation nicht mehr durchblicken. Ganz so als hätte man zuviel Pastis genossen, und dadurch den Durchblick verloren.

Je suis dans le pastis

C´est l´heure de l´apéroPastis ist ja einer der Anisées des Mittelmeerraumes. Nur zur Erinnerung: Frankreich hat Pastis, Italien hat Sambuca, Griechenland hat Ouzo, die Türkei hat Raki und Syrien, der Libanon und Syrien haben Arak.

Und wie aufmerksame Leser von kafenio.eu wissen, tritt beim Verdünnen der Anisées mit Wasser der sogenannte Louche-Effekt ein, der bisher klare Alkohol wird milchig trübe. Und, wie die Franzosen sagen, wenn man zu viel davon trinkt, wird man selber louche, sieht alles vernebelt, und fühlt sich am Tag danach noch so. Und weil die eingetrübten Anisées so schön sind, verwenden die Franzosen den Spruch Je suis dans le pastis – Ich bin in Pastis eben auch wenn grad nicht alles so läuft wie sie es gerne hätten, und die Situation etwas außer Kontrolle geraten ist.

Übrigens interessant: Der Anis wirkt ja sehr positiv auf den Magen. So wird der Ouzo oder auch der Raki ursprünglich als Aperitif getrunken, während die süßen Sambuca und Pastis traditionell lieber als Digestif genossen werden. Das im Anis enthaltene Anisöl verleiht nicht nur den charakteristischen Geschmack, es wirkt auch sowohl antibakteriell – manche schwören auf die Wirkung gegen Heliobacter pylori – als auch anregend auf die Drüsen des Magen-Darm-Traktes, und damit gegen Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Koliken und Krämpfe.

Aber weil Urlauber ja nicht an unbekannten Traditionen festhalten, wird Sambuca oder Pastis auch als Aperitif genossen, und Ouzo und Raki zum Löschen des Durstes nach dem Essen eingesetzt. Und dann ist der Fusel, nicht aber der Missbrauch der Medizin, schuld…

Was aber genau passiert denn eigentlich, wenn dem Ansiée Wasser zugegeben wird, und der Pastis/Sambuca/Ouzo/Raki/Arak sich dann plötzlich eintrübt?
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Christoph am 9. June 2009


Die bekannten Marken Ouzo 12, Sans Rival, Ouzo Plomari und Ouzo Isidoro haben mit Sans Rival Ouzo fusioniert.

Nikos Kaloyiannis, der Gründer der Marke Ouzo 12, hat gemeinsam mit Christos Thomopoulos, dem Sohn des Gründers des Sans Rival Ouzo, bekanntgegeben, dass die beiden Firmen fusionieren.

Nikos Kaloyiannis, der Gründer der Marke Ouzo 12, hat gemeinsam mit Christos Thomopoulos, dem Sohn des Gründers des Sans Rival Ouzo, bekanntgegeben, dass die beiden Firmen fusionieren, und ab sofort unter dem Namen “Potopiia Christou Thomopoulou” Ouzo herstellen werden.

Die bekannten Marken “Ouzo 12″, “Sans Rival”, “Ouzo Plomari” und “Ouzo Isidoro” werden selbstverständlich weiter hergestellt und vertrieben. “Sans Rival” gehört ebenso wie “Ouzo Plomariou Isidorou Arvanitou” zu den beliebtesten Marken Griechenlands, während “Ouzo 12″ von Nikos Kaloyiannis zuletzt in Deutschland und Österreich grosse Zuwachsraten erzielen konnte.
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Christoph am 18. August 2008


Anisschnaps wird rund ums Mittelmeer gerne getrunken. Das Anisaroma ist jedoch hierzulande deutlich weniger beliebt.

Rund ums Mittelmeer lieben die Menschen Alkohol der mit Anis versetzt wurde. Raki, Ouzo, Pastis, Absinth, Sambuca und Anisette sind nur einige davon, aber sie dürften allen ein Begriff sein, und die meisten denken wohl gerade daran, dass sich all diese Spirituosen doch weißlich trüb verfärben, wenn man sie mit Wasser verdünnt. Richtig, das ist eine Gemeinsamkeit all dieser Anisées, wie die Anisschnäpse genannt werden. Man trinkt sie mit Wasser verdünnt, und sie werden dabei trübe.

Das Mittelmeer und typische Aromen

Wenn man ans Mittelmeer denkt, so kommen wohl fast jedem sofort Bilder von wunderbaren Stränden, traumhaften Buchten und azurblauem Wasser in den Sinn. Und wer genau auf seine Sinneseindrücke achtet, wird wohl auch den Geruch nach dem Harz der Pinien und anderen mediterranen Düften wahrnehmen können.

Es ist in diesem typischen mediterranen Duftcocktail aber nicht nur das Pinienharz, das so charakteristisch für die Mittelmeerregion ist. Es sind auch die ätherischen Öle des wilden Thymians, des Oreganos und des Rosmarins, die ihren Beitrag zum Gesamten liefern.

Neben diesen im gesamten Mittelmeerraum auch wild vorkommenden Gewürzen sind auch noch die vielen halbhohen oder niedrigen Sträucher und Gräser der Macchia und Phyrgana an der Zusammenstellung des mediterranen Duftes beteiligt. Mit ihren Harzen und Blättern, die reich an ätherischen Ölen sind, tragen auch sie sehr charakteristische Gerüche zu den Gerüchen des gesamten Mittelmeerraumes bei.
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Christoph am 8. August 2008


Ouzo soll doch einfach griechischer Raki sein. Griechischer Raki ist aber gar kein Ouzo, und mit Anis versetzte Schnäpse sind rund ums Mittelmeer beliebt.

Rund ums Mittelmeer lieben die Menschen Alkohol der mit Anis versetzt wurde. Raki, Ouzo, Pastis, Absinth, Sambuca und Anisette sind nur einige davon, aber sie dürften allen ein Begriff sein, und die meisten denken wohl gerade daran, dass sich all diese Spirituosen doch weißlich trüb verfärben, wenn man sie mit Wasser verdünnt. Richtig, das ist eine Gemeinsamkeit all dieser Anisées, wie die Anisschnäpse genannt werden. Man trinkt sie mit Wasser verdünnt, und sie werden dabei trübe.

Alles Anis, oder was?

Ouzo ... ReceivedOft wird behauptet, Ouzo sei einfach der griechische Raki. Beides ist ein Schnaps, der mit Anis versetzt ist, und zum Trinken oft mit Wasser verdünnt wird, was ihn trübe weißlich werden lässt. Auch der Pastis aus Frankreich hat diese Eigenschaften, und auch er wird oft als einfach nur als französischer Raki gesehen. Oder auch als französischer Ouzo, ganz wie man will.

All das stimmt, und stimmt dann eigentlich doch wieder nicht.

Zunächst einmal stimmt sicher nicht, dass Ouzo einfach griechischer Raki ist. Griechischer Raki ist ein Tresterbrand aus Kreta, auch Tsikoudia genannt. Dieser griechische Raki, der auch tatsächlich Raki heißt, wird aber nicht mit Anis versetzt, und fällt dementsprechend beim Verdünnen mit Wasser nicht weiß aus. Dieses Ausfallen der ätherischen Öle wird auch Louche-Effekt genannt.

Ready to get an ouzo?Ouzo hingegen ist auch ein Tresterbrand, der vor dem zweiten Brennen mit Anis versetzt wird. Trester sind die vorwiegend festen Rückstände, die nach dem Auspressen des Saftes von Pflanzenbestandteilen übrig bleiben, also beim Weinbau die Pressrückstände der Weintraube beim Herstellen von Wein. Nach dem ersten Brennen wird hier Anis, und meist auch Fenchelsamen zugegeben. Nach dem zweiten Brennen wird der Schnaps mit ca. 40% Alkoholgehalt in Flaschen abgefüllt und verkauft.

Wird nach dem ersten Brennen kein Anis zugesetzt so erhält man den Tresterbrand, der auf Kreta Tsikoudia heißt, aber im restlichen Griechenland Tsipouro genannt wird.

Mehr zu den griechischen Varianten Ouzo, Tsipouro und Tsikoudia/Raki gibt es auf der Seite zu den griechischen Spirituosen hier auf kafenio.eu:
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Christoph am 30. June 2008


Raki, wie der kretische Tsikoudia auch genannt wird, ist, wie der griechische Tsipouro, ein Tresterbrand, der zweimal gebrannt wird.

In Griechenland wird viel Alkohol getrunken. Die Einheimischen trinken um Spaß zu haben. Stark betrunkene Griechen sieht man recht selten. Dementsprechend gibt es ja auch einige sehe bekannte typisch griechische Schnäpse, deren Namen jeder genauso mit Griechenland in Verbindung bringt, wie Whisky/Whiskey mit Schottland und Irland in Verbindung gebracht wird. Oder wer hat noch nichts von Ouzo und Metaxa gehört?

Tsikoudia und Raki

Raki aka Lion´s MilkTsikoudia, auch bekannt als Raki, ist die kretische Variante des im restlichen Griechenland als Tsipouro bekannten Tresterbrands und gilt als etwas stärker als dieser. Raki wird aus den Resten der Maische bei der Weinherstellung destilliert, ist klar und enthält zwischen 30 und 40 Volumenprozent Alkohol.

Tsipouro

Tsipouro stammt aus der Region Makedonien. Tsipouro wird aus den Pressrückständen verschiedener weißer Rebsorten wie Roditis, Athiri und Assyrtiko zweimal destilliert. Nach der ersten Destillation wird er manchmal wie der türkische Raki mit Anis aromatisiert.

Ein Getränk, das ähnlich wie Raki oder Tsipouro destilliert ist, jedoch statt Anis mit Mastix, einem Baumharz, aromatisiert wird, wird als Masticha verkauft.

Herstellung

Zum NachspülenRaki, Tsikoudia und Tsipouro wird im Herbst nach der Weinlese und -kelterei in Kupferkesseln aus Trester – den Pressrückständen der Weintrauben – destilliert. Um ein „Anbrennen“ der Maische zu vermeiden, wird der Kesselboden oft mit Olivenholzzweigen ausgelegt. Die kommerziellen Brenner arbeiten in dieser Jahreszeit fast rund um die Uhr, um die große Mengen von angebrachtem Trester zu verarbeiten. Hat früher der Wein gefehlt, so wurde der Schnaps einfach aus Feigen gebrannt. Auch heute noch verwenden viele Hersteler einige Feigen als Zutat für ihren Schnaps.

Im Gegensatz zum türkischen Rakı und machen Varianten des Tsipouro enthält der kretische Raki kein Anis und unterscheidet sich auch hinsichtlich der Grundstoffe leicht von diesem.

Genuss

Raki wird unverdünnt getrunken, er ist das auf Kreta unvermeidliche Getränk, das zu jeder Begrüßung, jedem Abschied und nach dem Essen angeboten wird. Er wird häufig schwarz gebrannt und mehr oder minder „unter der Ladentheke“ in zweckentfremdeten Wasserflaschen oder Kanistern ohne Etikett verkauft. Qualität und Geschmack kann sehr variieren, einen „guten“ Raki anbieten zu können oder angeboten zu bekommen ist eine Ehre. Geschmacklich ist guter Tsikoudia am ehesten mit dem italienischen Grappa vergleichbar. Durch Lizenz-Beschränkung von staatlicher Seite gibt es nur relativ wenige Familienbetriebe auf Kreta, die legal Raki brennen dürfen.

Weitere Informationen

Weitere Details zu “Spirituosen in Griechenland” sind auf dieser Seite zu finden:

Hochprozentiges aus Griechenland: Ouzo, Metaxa und Raki
Was nur wenige wissen: Statistisch gesehen haben Griechen einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch an Whisky als Schotten. Sie trinken sogar mehr Whisky als Ouzo. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…

Mehr Informationen zum Ouzo, zum türkischen Raki, zum griechischen Raki und zum französischen Pastis gibt es auch in den folgenden Beiträgen:

Raki, Ouzo und Pastis
Ouzo soll doch einfach griechischer Raki sein. Griechischer Raki ist aber gar kein Ouzo, und mit Anis versetzte Schnäpse sind rund ums Mittelmeer beliebt. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Das Mittelmeer und die Anisées
Anisschnaps wird rund ums Mittelmeer gerne getrunken. Das Anisaroma ist jedoch hierzulande deutlich weniger beliebt. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…

Und schließlich hat Wikipedia – wie immer – auch noch Informationen zum Thema vorrätig:

Tsikoudia
Tsikoudia, auch bekannt als Raki, ist die kretische Variante des im restlichen Griechenland als Tsipouro bekannten Tresterbrands und gilt als etwas stärker als dieser. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…
Tsipouro
Tsipouro ist ein traditioneller griechischer Tresterbrand aus der Region Makedonien. Tsipouro wird aus den Pressrückständen verschiedener weißer Rebsorten wie Roditis, Athiri und Assyrtiko zweimal destilliert. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…
Christoph am 19. June 2008


Der Winzer Spyros Metaxas zog 1880 von der Insel Kefalonia nach Attika. Dort erwarb er einige Jahre später Weinberge um sich als Winzer niederzulassen.

Ein fruchtiger Weinbrand aus Griechenland, der vielen besser schmeckt als echter Cognac. Das ist der Metaxa, ein wahrhaft typisch griechischer Schnaps. Es gibt ihn mit drei Sternen, mit fünf Sternen oder auch mit sieben Sternen. Die Sterne sagen aber nicht über die Qualität des Schnapses oder seiner Zutaten aus, sie beziehen sich auf die Lagerzeit, bevor der Metaxa in den Handel kommt.

Metaxa

BodegónMetaxa ist eine griechische Spirituose aus Weinen und Weinbränden. Die Marke gehört zum französischen Spirituosenkonzern Rémy Cointreau.

Der Winzer Spyros (Spyridon) Metaxas (griechisch Σπύρος (Σπυρίδων) Μεταξάς) zog 1880 von der Insel Kefalonia nach Attika. Dort erwarb er einige Jahre später Weinberge um sich als Winzer niederzulassen. Da die erworbenen Weinberge mit unterschiedlichen Rebsorten bepflanzt waren, entschied er sich nicht einen Wein zu produzieren, sondern die Trauben zu destillieren und mit Kräutern zu kombinieren. Nach mehrjährigen Experimenten brachte er 1888 den Metaxa-Weinbrand, oder eben kurz Metaxa genannt, auf den Markt. Die erfolgreiche Teilnahme an vielen Weltausstellungen brachte der Spiritouose viele Auszeichnungen, einige königliche Höfe machten Metaxa zum Hoflieferanten. Ab 1900 wurde Metaxa auch in die USA importiert.

Metaxa-LomoDie verschiedenen Versionen des Metaxa, die ja mit unterschiedlich vielen Sternen gekennzeichnet sind, unterscheiden sich lediglich in der Dauer der Lagerhaltung. Sie werden alle in Eichenfässern gelagert, was den Metaxa goldgelb färbt. Der einfachste Metaxa ist der 3-Sterne Metaxa, der jedoch nur auf wenigen Märkten angeboten wird. Verkauft werden hauptsächlich Fünf-Stern-Metaxa (mindestens fünf Jahre gelagert) und Sieben-Stern-Metaxa (mindestens sieben Jahre). Den hochwertigsten Metaxa bildet der Grand Fine mit speziell ausgesuchten Destillaten und einer Mindest-Lagerung von 15 Jahren in Limousin-Eichenfässern.

Der niederländische Tulpenlikör Amanda bestand früher zu einem großen Teil aus Metaxa-Weinbrand. In der griechischen Küche findet der 5-Sterne-Metaxa Verwendung, insbesondere bei einigen Gyros-Varianten.

Weitere Informationen

Weitere Details zu “Spirituosen in Griechenland” sind auf dieser Seite zu finden:

Hochprozentiges aus Griechenland: Ouzo, Metaxa und Raki
Was nur wenige wissen: Statistisch gesehen haben Griechen einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch an Whisky als Schotten. Sie trinken sogar mehr Whisky als Ouzo. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Metaxa
Metaxa ist eine griechische Spirituose aus Weinen und Weinbränden. Die Marke gehört zum französischen Spirituosenkonzern Rémy Cointreau. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…
Christoph am 19. June 2008


Der Ouzo entstand aus dem Tsipouro, der bereits im 15. Jahrhundert sowohl von der griechischen und der türkischen Bevölkerung in Kleinasien gebrannt wurde.

In griechischen Kafenia kann man zu jeder Tageszeit Gäste beobachten, die aus kleinen Fläschchen etwas einer durchsichtigen Flüssigkeit in Gläser gießen, dies dann mit normalem Wasser strecken, und plätzlich eine milchig trübe Flüssigkeit haben, die sie dann auch noch mit Genuss trinken. Das ist der Ouzo, ein griechischer Schnaps mit Anis.

Geschichte des Ouzo

Ouzo ... ReceivedDie Frage, wann und wo der erste Ouzo gebrannt wurde, ist nicht abschließend geklärt. Der Ouzo entstand aus dem Tsipouro, der bereits seit dem 15. Jahrhundert sowohl von der griechischen als auch von der türkischen Bevölkerung in Kleinasien gebrannt wurde. Ouzo, wie er in der heutigen Form bekannt ist, wurde ab dem 19. Jahrhundert produziert.

Als es 1922 im Verlaufe des Griechisch-Türkischen Krieges zum Exodus der Griechen aus der Türkei kam, brachten die Flüchtlinge viele Rezepte griechisch-türkischer Küche ins Mutterland, vermutlich ist auch die Ouzo-Herstellung beeinflusst worden.

Herstellung des Ouzo

EspíritusOuzo wird aus reinem Alkohol aus einem ersten Brennvoirgang hergestellt, dem neben verschiedenen Kräutern und Gewürzen vor allen Dingen Anis und Fenchelsamen hinzugefügt werden, die das charakteristische Aroma von Ouzo bestimmen. Nach dem Zugeben dieser Essenzen wird der Ouzo ein zweites Mal gebrannt, und zur Reifung dann noch oft jahrelang gelaggert. Der durch diese aufwändige Prozedur sehr hochwertig hergestellte Ouzo wird schließlich mit ca. 40% Alkoholgehalt in Flaschen verkauft.

Die Bezeichnung Ouzo ist durch die Europäische Spirituosenverordnung geschützt. Sie stellt demnach eine besondere Spirituose mit Anis dar. Der Mindestalkoholgehalt muss dabei 37,5 % Volumen betragen. Ouzo darf auch nur in Griechenland und auf Zypern hergestellt werden, muss farblos sein und darf einen Zuckergehalt von bis zu 50 g/l haben.

Ouzo-Genuss

Plomari ouzo in Ittelo!In Mitteleuropa wird Ouzo meist gut gekühlt als Aperitif getrunken, aber auch für Mixgetränke und Cocktails verwendet. In Griechenland hingegen wird er mit Wasser und oft mit Eis serviert und selbst nach Geschmack gemischt. Ouzo pur zu trinken ist in Griechenland unüblich.

Beim Vermischen mit Wasser oder stark gekühlt wird Ouzo durch den Louche-Effekt milchig-trüb. Man nennt diesen Vorgang auch Opaleszieren. Die im Ouzo enthaltenen ätherischen Öle sind in Alkohol löslich, aber nicht in Wsser. Wird jetzt der Wassergehalt durch verdünnen erhöht, so ist diese Löslichkeit nicht mehr gegeben, und die Öle fallen in Form einer Emulsion als winzigste Ölztöpfchen aus. Durch diese Tröpfchen wird die Lichdurchlässigkeit und Brechnung des Ouzo geändert, und er erscheint weisslich trüb und milchig.

Weitere Informationen

Ouzo 1Weitere Details zu “Spirituosen in Griechenland” finden sich hier:

Hochprozentiges aus Griechenland: Ouzo, Metaxa und Raki
Was nur wenige wissen: Statistisch gesehen haben Griechen einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch an Whisky als Schotten. Sie trinken sogar mehr Whisky als Ouzo. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Ouzo
Er ist eine griechische Spirituose mit Anis und entstand wahrscheinlich aus dem Tsipouro, der bereits seit dem 15. Jahrhundert sowohl von der griechischen als auch von der türkischen Bevölkerung in Kleinasien gebrannt wurde. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…

Und da der Ouzo sehr eng mit dem griechischen Tsipouro und Tsikoudia verwandt ist, sei hier die Seite “Raki, Tsikoudia, Tsipouro” allen Interessierten ans Herz gelegt:

Raki, Tsikoudia, Tsipouro: Das so ähnliche Trio
Raki, wie der kretische Tsikoudia auch genannt wird, ist, wie der griechische Tsipouro, ein Tresterbrand, der zweimal gebrannt wird. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…

Und schlussendlich haben die folgenden Beiträge hier im Kafenio auch noch was zu Anisschnäpsen zu erzählen:

Raki, Ouzo und Pastis
Ouzo soll doch einfach griechischer Raki sein. Griechischer Raki ist aber gar kein Ouzo, und mit Anis versetzte Schnäpse sind rund ums Mittelmeer beliebt. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Das Mittelmeer und die Anisées
Anisschnaps wird rund ums Mittelmeer gerne getrunken. Das Anisaroma ist jedoch hierzulande deutlich weniger beliebt. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…

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