Christoph am 15. August 2009


Weinbau hat fast nirgends auf der Welt mehr Geschichte und Tradition als in Griechenland. Höchste Zeit also, mehr über den Weinbau in Griechenland zu erfahren.

Der Weinbau in Griechenland hat eine lange, in die Antike zurückreichende Tradition. Das insgesamt milde Klima mit ausreichend Sonnenstunden in einer gebirgigen Landschaft mit zum größten Teil kalkhaltigen und vereinzelt vulkanischen Böden schaffen die Bedingungen für den Ausbau guter Weine. Gleichzeitig profitiert der Weinanbau von der Vielfalt der Böden und der großen Anzahl an einheimischen Rebsorten, deren Potential noch nicht ausgeschöpft ist.

Weinbau in Griechenland

First CourseWas haben Menschen auch schon in Urzeiten gerne getan? Das was auch Affen oder Elefanten (guckst du hier) gerne machen: Mittels vergorener Früchte einen Rauschzustand erreichen.

Als aber Menschen schließlich Kultur entwickelt haben, haben sie nicht mehr länger darauf gewartet, irgendwo vergorene Früchte zu finden, sie haben diese Früchte angebaut, und den Gärprozess selbst in die Hand genommen. Daher auch der Name “Weinkultur“… 😀

barrelJa und wo in Europa haben sich die ersten Kulturen etabliert? In Griechenland. Wo sind also die ältesten Zeugnisse des Anbaus von Wein zu finden? Selbstverständlich auch in Griechenland. Die hier erhaltenen Zeugnisse der frühen Weinkulturen gehören sogar zu den ältesten der Welt.

Aber warum fallen den meisten Mitteleuropäern zum Thema “Griechischer Wein” befragt immer nur drei Dinge – Udo Jürgens mit “Griechischer Wein”, Samos und Retsina – ein?
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Christoph am 7. July 2008


Mavrodaphne ist ein roter, leicht gespriteter griechischer Süßwein, der in der Umgebung von Patras aus Trauben der Rebe gleichen Namens hergestellt wird.

Mavrodaphne ist ein roter, leicht gespriteter griechischer Süßwein, der vor allem in der Umgebung von Patras aus Trauben der autochthonen Rebe gleichen Namens hergestellt wird. Neben dem von der gleichnamigen Insel stammenden weißen Samos ist der Mavrodaphne der bekannteste griechische Süßwein. Bekannt wurde dieser Wein durch den bayrischen Beerengroßhändler Gustav Clauss, der in den 50er […]

Mavrodaphne ist ein roter, leicht gespriteter griechischer Süßwein, der vor allem in der Umgebung von Patras aus Trauben der autochthonen Rebe gleichen Namens hergestellt wird. Neben dem von der gleichnamigen Insel stammenden weißen Samos ist der Mavrodaphne der bekannteste griechische Süßwein.

Bekannt wurde dieser Wein durch den bayrischen Beerengroßhändler Gustav Clauss, der in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts in der Gegend von Patras etwas Grund erwarb und dort Reben pflanzen ließ, oder vorhandene Rieden verbesserte. Entsprechend dem Geschmack seiner Zeit baute er seine Weine süß aus und verstärkte sie leicht. Bei Reifung und Alterung verwendete er das aus Spanien stammende Solera-System. Sehr bald wurde dieser Wein so stark nachgefragt, dass Clauss sich gänzlich auf das Weinmachen verlegte, weitere Güter hinzukaufte und schließlich 1861 die Achaia Clauss Kellerei gründete, die auch heute noch zu den größten Kellereien Griechenlands zählt

Der Mavrodaphne ist ein voluminöser, dichter, nicht allzu alkoholstarker Südwein von leuchtend samtroter bis rötlichbrauner Farbe. Vanille -und Pflaumenaromen dominieren, die Süße ist nicht zu schwer.
In Deutschland, besonders aber auch in England ist dieser Wein sehr beliebt. Dementsprechend kommen in den Supermärkten sehr durchschnittliche Produkte in den Handel. Sorgfältig vinifizierte und ausreichend gealterte Weine können jedoch ansprechend, zuweilen sogar bemerkenswert sein. Als Aperitif sollte der Mavrodaphne etwa mit Weißweintemperatur getrunken werden, als Begleiter zu Kaffee und Kuchen etwas temperierter.


Weitere Details zu “Wein in Griechenland” sind auf dieser Seite zu finden:




Christoph am 19. June 2008


Samos ist der Markenname verschiedener süßer, meist leicht gespriteter Dessertweine, die ausschließlich von Rieden dieser Insel stammen.

Samos ist neben der Bezeichnung der ostägäischen Insel Samos auch der Markenname verschiedener süßer, meist leicht gespriteter Dessertweine, die ausschließlich von Rieden dieser Insel stammen und neben Retsina und Mavrodaphne zu den bekanntesten Weinen Griechenlands zählen. Samos war von jeher eine Wein produzierende und Wein exportierende Insel. Weißweine, insbesondere Süßweine, spielten aber lange Zeit keine […]

Samos ist neben der Bezeichnung der ostägäischen Insel Samos auch der Markenname verschiedener süßer, meist leicht gespriteter Dessertweine, die ausschließlich von Rieden dieser Insel stammen und neben Retsina und Mavrodaphne zu den bekanntesten Weinen Griechenlands zählen.

Samos war von jeher eine Wein produzierende und Wein exportierende Insel. Weißweine, insbesondere Süßweine, spielten aber lange Zeit keine bevorzugte Rolle; vor allem wurden aus autochthonen roten Rebsorten Rot- und Roséweine produziert und vermarktet. Mit der Reblauskatastrophe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die alten Rebbestände weitgehend vernichtet. Auch die alten Rebsorten verschwanden fast auf der ganzen Insel oder blieben nur in sehr geringen Beständen erhalten. In den letzten Jahrzehnten wird den autochthonen Reben jedoch wieder verstärkt Beachtung geschenkt.

Die Neubestockung erfolgte mit einer zuvor auf Samos nur vereinzelt anzutreffenden Rebe, der Gelben Muskateller, von der sich bald herausstellte, dass sie in den kargen, zum Teil auf steilen, nur zweizeiligen Terrassen angelegten Rieden, ideale Wachstums- und Reifebedingungen vorfinden würde. Entsprechend der besonderen Eignung dieser Rebe, aber auch dem Zeitgeschmack folgend wurden vor allem schwere Südweine produziert, die sehr bald den Ruf des Samos als exzellenten Dessert- beziehungsweise Likörweines international etablierten.

Die Rieden liegen meist im steilen Gelände auf kargem, kalkhaltigem Untergrund. Oft sind sie terrassenförmig angelegt. Kultivierung und Lese erfordern also sehr viel aufwändige Handarbeit. Die besten Lagen befinden sich in Höhen zwischen 600 und 800 Metern über NN, dort, wo die Reben gut durch den häufig wehenden Meltemi durchlüftet werden und die Steigungsregen auch ausreichend für Befeuchtung sorgen. Die Bestimmungen zur Ertragsbegrenzung sind noch relativ locker; qualitätsbewusst erzeugende Kooperativen und Winzer begrenzen die Hektarerträge jedoch auf unter 50 Hektoliter pro Hektar.

Alle unter der Markenbezeichnung Samos in den Handel kommenden Weine werden reinsortig aus der Gelben Muskateller-Traube gekeltert. Zwischen den einzelnen Sorten bestehen jedoch erhebliche Unterschiede in Bezug auf Lesezeitpunkt, Verstärkung, Ausbau und Alterung.

Die verschiedenen Süßweinsorten von Samos sind:

  • SAMOS, der als Vinifizierungshinweis die Bezeichnung Vin doux trägt. Bei diesen Weinen erfolgt die Spritung sehr früh, meist schon in der Angärung im Most oder nach einer kurzen Gärung. Diese Weine können sich je nach weitem Ausbau unterschiedlich entwickeln. Die meisten kommen jedoch als süße, oft ziemlich undifferenziert fette Produkte in den Handel, wie sie in den Supermärkten zu billigen Preisen in den Regalen stehen. Ein einfacher Samos kann aber auch ein durchaus differenzierter, gut strukturierter Wein sein, dessen Süße nicht erschlägt und der vielfältige, oft überraschend frische Orangen-, manchmal auch Limettenaromen aufweist.
  • ANTHEMIS (nach dem antiken Namen der Insel) ist ein Vin doux, dessen Moste aber aus bevorzugteren Lagen stammen und der zumindest drei Jahre, meist aber fünf Jahre im Eichenfass lagert. Diese Weine sind süßer und wuchtiger, gelungene bieten ein vielfältiges Aromenorchester, in dem neben den Dörrobst und Gewürznuancen vor allem ein Orangenschalenton dominierend werden kann.
  • Eine weitere qualitative Steigerung finden diese gespriteten Likörweine in den beiden Sorten VIN DOUX NATUREL und VIN DOUX NATUREL GRAND CRU. Bei ihnen kommen nur Trauben aus besten Lagen und nur Vorlaufmoste, also Moste, die fast ohne Pressdruck gewonnen werden, zur Verarbeitung. Beim Grand Cru werden außerdem nur sehr spät gelesene, überreife Trauben verwendet. Sie lagern mindestens fünf Jahre, meist aber länger in Eicherfässern. Beide Weine können von bemerkenswerter Qualität sein, besonders, wenn es den Weinmachern gelingt, neben der dominanten Süße eine gewisse feine Säure zu erhalten. Dann wirken diese Weine trotz ihrer fast cremigen, schweren Struktur durchaus frisch und lebendig.
  • Kein Likörwein, sondern ein ungespriteter Passito ist das beste Produkt, das die Insel an Süßweinen zu bieten hat, der VIN NATURALLEMENT DOUX, der im Allgemeinen unter dem Markennamen SAMOS NECTAR oder nur NECTAR in den Handel kommt. Wie bei einem Grand Cru stammt das Lesegut ausschließlich von den besten Lagen; die überreifen Trauben werden sorgfältig gelesen und anschließend für etwa eine Woche auf Strohmatten getrocknet. Während der langsamen Gärung entwickelt sich ein Alkoholgrad von etwa 14 Volumenprozent bei gleichzeitig hohem Restzuckergehalt. Nach der Gärung reift er für mindestens drei Jahre in Eichenfässern und altert danach noch zwei Jahre auf Flasche, bevor er in den Handel kommt. Er ist von goldbrauner Farbe, häufig weist er leichte Rottöne auf. Ein Samos Nectar kann ein bemerkenswerter, frischer, gut strukturierter Süßwein sein, dessen Qualität vor allem auch von seiner delikaten, fein nuancierten Säure bestimmt wird.

Weitere Details zu “Wein in Griechenland” sind auf dieser Seite zu finden:




Christoph am 19. June 2008


Retsina ist ein weißer, trockener Tafelwein aus Griechenland, der mit Harz versetzt wird. Er wird bereits seit über 2000 Jahren in dieser Form gemacht.

Retsina (griechisch Ρετσίνα/Retsína) ist ein weißer, trockener Tafelwein aus Griechenland, der mit Harz versetzt wird. Es gibt Belege dafür, dass der Retsina, der typisch griechische Weißwein, wie wir ihn heute kennen, bereits seit über 2000 Jahren mehr oder weniger gleich gemacht wird. Damals wurden die Transportgefäße für Wein, natürlich überwiegend Amphoren, aber auch manchmal Ziegenhäute, […]

Retsina (griechisch Ρετσίνα/Retsína) ist ein weißer, trockener Tafelwein aus Griechenland, der mit Harz versetzt wird. Es gibt Belege dafür, dass der Retsina, der typisch griechische Weißwein, wie wir ihn heute kennen, bereits seit über 2000 Jahren mehr oder weniger gleich gemacht wird.

Damals wurden die Transportgefäße für Wein, natürlich überwiegend Amphoren, aber auch manchmal Ziegenhäute, mit dem Harz der Aleppo Kiefer abgedichtet. Das Harz machte den griechischen Weißwein nicht nur haltbarer, es verleiht ihm auch das typische Aroma des geharzten Weines, das heute für viele als der griechische Geschmack schlechthin gilt.

Den Anekdoten zufolge sollen die Griechen mit dem Harzen des Weines begonnen haben, als die römischen Besatzer fast gewohnheitsmäßig allen Wein für eigenen Gebrauch beschlagnahmt haben. Nur den geharzten, herben griechischen Weißwein haben sie verschmäht.

Modernem Retsina wird während der Gärung Kieferharz (etwa 5 %) in kleinen Stückchen zugegeben, um ein dem traditionellen Retsina vergleichbares geschmackliches Ergebnis zu erzielen. Das Harz wird erst beim ersten Abstich entnommen.


Der bei uns bekannteste Retsina ist der von Kourtaki, der in jedem Supermarkt erhältlich ist. Auch in Griechenland ist diese Marke des Weißweines mit ihrem unübertroffenen Preis/Leistungs-Verhältnis allgegenwärtig.

Auch sehr beliebt, aber in Mitteleuropa nicht überall erhältlich ist der Retsina von Malamatina. Dieser Weißwein wird in Nordostgriechenland angebaut und hergestellt.


Weitere Details zu “Wein in Griechenland” sind auf dieser Seite zu finden:




Christoph am 19. June 2008


In einem Kafenio werden traditionell außer Mezedes, kleinen Häppchen, nur Getränke angeboten: Café Frappé, Griechischer Kaffee, Ouzo, Retsina, Bier, Wein.

in einem Kafenio praktisch alles zu kriegen, was für einen echten Griechenland-Fan das typisch griechische Flair ausmacht: Griechischer Kaffee, Cafe Frappe, Ouzo, Tsipouro, Tskoudia, Raki, Mythos Bier, Alfa Hellenic Bier, Marathon Bier, Retsina, Samos, Mavrodaphne, und vieles anderes mehr. Wie zum Beispiel jede Menge Frischluft im Schatten unter den Platanen auf der Platia, dem Dorfplatz.

Wie bereits in der Kafenio-Seite erwähnt wird, ist in einem Kafenio praktisch alles zu kriegen, was für einen echten Griechenland-Fan eben auch das typisch griechische Flair ausmacht:

… wie zum Beispiel jede Menge Frischluft im Schatten unter den Platanen auf der Platia, dem Dorfplatz.

Man erhält dort ausserdem völlig gratis Einblicke in die Lebensweise der (traditionellen?) Griechen sowie die meist freundliche und offene Art dieser Einheimischen, wenn sie sich erst mal an die Fremden (Nicht-Griechen, also Barbaren) gewöhnt haben.

All das sollte einem genügend Denkanstösse und hoffentlich daraus resultierende Erkenntnisse liefern, um die Erschöpfung und das Burn-Out, das man von zu Hause und aus dem Alltag mitgebracht hat, überwinden und bewältigen zu können.

Ist es wohl Zufall, dass sich aus dieser Lebensart heraus die ersten grossen Philosophen entwickelt haben?

Weitere Seiten zum Angebot in einem Kafenio sind den Dingen gewidmet, die oben als diejenigen, die unter anderem eben das typisch griechische Flair ausmachen, bezeichnet wurden:


Christoph am 19. June 2008


Griechische Winzer sind dazu übergegangen, trockene Weine zu erzeugen. Sie wollen von dem Ruf weg, nur Retsina, Samos und lieblichen Rotwein keltern zu können.

Weinbau in Griechenland hat wirklich lange Tradition. Zu den ältesten erhaltenen Relikten aus grauer Vorzeit, die den Nachweis liefern, dass Menschen auch damals schon aus Tauben Wein kelterten, finden sich in Griechenland. Das insgesamt sehr milde Klima Griechenlands mit vielen Sonnenstunden in einer gebirgigen Landschaft mit zum größten Teil kalkhaltigen und vereinzelt vulkanischen Böden schaffen die Bedingungen für den Anbau der exzellenten griechischen Weine.

Weinbau in Griechenland

dining out for lifeGriechische Winzer sind dazu übergegangen, in der Mehrzahl trockene Weine zu erzeugen. Sie wollen von dem Ruf weg, nur Retsina, süßen Samoswein und lieblichen Rotwein keltern zu können. Der Rückzug in höher gelegene, kühlere Gebiete in Verbindung mit modernisierten Anbaumethoden und der Kultivierung von roten Qualitätsreben hat in den vergangenen Jahren hervorragende Weine entstehen lassen. Das zentrale Weininstitut in Athen trägt Sorge, dass sich die griechische Weinwirtschaft in puncto Qualität zielstrebig weiterentwickelt.

Zur Kennzeichnung dieser modernen, qualitativ sehr hochwertigen Weine wurden Weinprädikate eingeführt:

  • OPAP: Onomasia prolefseos anoteras piotitos (griech.: Ονομασία προελευσέως ανωτέρας ποιότητος)
    Vergleichbar mit der französischen AOC, Weine von höherer Qualität aus einem kontrolliertem Anbaugebiet. Die Weine haben eine rote Banderole, die über den Korken unter die Kapsel geklebt sein muss.
  • OPE: Onomasia prolefseos elenchomeni (griech.: Ονομασία προελευσέως ελεγχομένη)
    Weine von höherer Qualität aus einem kontrolliertem Anbaugebiet (Süßweine). Die Weine haben eine blaue Banderole, die über den Korken unter die Kapsel geklebt sein muss.

Geschichte des Weinbaues in Griechenland

Do you like greek wine?Ausgrabungen auf der Insel Kreta zeigen die vorgriechische Geschichte des Weinbaus in der Region: Eine ausgegrabene Steinkelter und zahlreiche Tongefäße aus der minoischen Kultur belegen, dass auf Kreta die Wiege des griechischen Weinbaus stand.

Die noch heute erzeugten geharzten Weine dürften ihren Ursprung in der ehemals praktizierten Konservierungsmethode haben, bei der die Wände der Amphoren mit Harz abgedichtet wurden. Von Kreta über die Ägäischen Inseln kam der Weinbau schließlich auch auf das Festland. Welchen Stellenwert Wein bereits in dieser Zeit erlangte, zeigt das Beispiel von Thasos, der nördlichsten Ägäis-Insel: Hier kannte man bereits vor 2400 Jahren ein äußerst strenges Weingesetz, das vom Handel mit Trauben, Most und Wein, über die Kennzeichnung der Amphoren mit Stempeln bis hin zur Besteuerung alles genauestens regelte. Außer mit der Weinbesteuerung die Staatskasse zu füllen, erließ man gesetzliche Regelungen für die Weinherstellung, deren Missachtung mit drakonischen Strafen belegt wurde. Auch beschäftigte man sich im antiken Griechenland ernsthaft mit der Rebkultivierung. Der Rebstock wurde nach Sonne und Wind ausgerichtet und sorgfältig in parallelen Reihen gepflanzt. Der enorme Wissensstand der alten Griechen leistete anderen Völkern auch in Bezug auf Weinbau Entwicklungshilfe.

Auch unter den Römern und den Byzantinern behielt der Weinbau in Griechenland zunächst seinen hohen Stellenwert. Erst mit der Eroberung durch die Türken im 15. Jahrhundert kam der Weinbau fast vollständig zum Erliegen. Auf den von den Venezianern eroberten Ionischen Inseln entwickelte sich der Rosinenanbau zulasten des Weinanbaus.

Port of RethymnoNach dem Zurückdrängen der Türken im 19. Jahrhundert wurde der Weinbau wieder belebt. Königin Amalia motivierte Bauern sich stärker dem Weinanbau zu widmen und weniger dem Tabakanbau, der von türkischen Grundbesitzern favorisiert wurde. Allerdings konnte sich während der sehr stürmischen und äußerst wechselhaften Zeit neuer griechischer Selbständigkeit kaum hochwertiger Weinbau entwickeln, bis auf wenige Weingüter war der Anbau meist anonym und in großen Mengen für den Export. Dieser wurde mit primitiver Technik produziert und diente, soweit er nicht innerhalb Griechenlands getrunken wurde, als Verschnittwein mit bevorzugter Zielrichtung Frankreich.

Seit den 1950er Jahren profitierten Weingüter von Önologen, die im Ausland (allem voran Frankreich) ausgebildet waren. Eine Renaissance jedoch erlebte der hochwertige, griechische Weinbau erst mit dem Ende der Militärdiktatur und dem Beitritt Griechenlands zur Europäischen Union: 1974 wurde ein Weingesetz erlassen, das sich europäischen Regeln anpasste. Aus Agrarfördermitteln der EU wurden dringend notwendige Investitionen in Kellertechnik und Weinberge getätigt.

Die bekanntesten Sorten griechischen Weins

Retsina of Attica - White Wine - GreeceDie klassischen, bei uns bekanntesten griechischen Weine sind auf folgenden Kafenio-Seiten beschrieben:

Retsina, der geharzte, typisch griechische Weißwein
Retsina ist ein weißer, trockener Tafelwein aus Griechenland, der mit Harz versetzt wird. Er wird bereits seit über 2000 Jahren in dieser Form gemacht. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Samos, der süße Dessertwein aus der Ägäis
Samos ist der Markenname verschiedener süßer, meist leicht gespriteter Dessertweine, die ausschließlich von Rieden dieser Insel stammen. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Mavrodaphne, der liebliche Rotwein aus Griechenland
Mavrodaphne ist ein roter, leicht gespriteter griechischer Süßwein, der in der Umgebung von Patras aus Trauben der Rebe gleichen Namens hergestellt wird. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…

Was in einem Kafenio sonst noch so im Angebot ist, ist hier zu finden:

Angebot in einem griechischen Kafenio
In einem Kafenio werden traditionell außer Mezedes, kleinen Häppchen, nur Getränke angeboten: Café Frappé, Griechischer Kaffee, Ouzo, Retsina, Bier, Wein. Lesen Sie mehr dazu auf kafenio.eu…
Weinbau in Griechenland
Griechische Winzer sind dazu übergegangen, in der Mehrzahl trockene Weine zu erzeugen. Sie wollen von dem Ruf weg, nur Retsina, süßen Samoswein und lieblichen Rotwein keltern zu können. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…
Christoph am 19. June 2008


Kafenio, Mehrzahl Kafenia, ist die Bezeichnung für das traditionelle griechische Kaffeehaus, dem sozialen Mittelpunkt in Dörfern und Stadtteilen.

Kafenio (griechisch Καφενεíο kafeneio oder hochsprachlich Καφενεῖον Kafeneion; Mehrzahl Kafenia), ist die Bezeichnung für das traditionelle griechische Kaffeehaus. Lesen Sie diese Seite um zu lernen was es dort alles gibt, und warum ein Kafenio das soziale Zentrum der griechischen Dörfer ist.

KafeneioKafenio (griechisch kafeneio oder hochsprachlich Kafeneion; Mehrzahl Kafenia), ist die Bezeichnung für das traditionelle griechische Kaffeehaus.

Üblicherweise angebotene Getränke sind:

In einem Kafenio werden traditionell mit Ausnahme kostenlos gereichter Mezedes keine Speisen angeboten.

In der Regel handelt es sich bei den Kafenia um kleine Familienbetriebe. Die Einrichtung ist meist karg und beschränkt sich auf bastbezogene griechische Holzstühle und kleine Holz- oder Metalltische; die Wände sind oft weiß gekalkt.

DSC00023Kafenia dienen in Dörfern und Stadtbezirken als soziale Mittelpunkte, in den man sich nach der Arbeit auf ein Gespräch, ein Karten- oder Backgammon-Spiel (bzw. dessen griechische Variante, genannt Tavli, bestehend aus den Spielen Plakoto, Portes und Fevga) trifft.

Kafenia sind sowohl am griechischen Festland, dem Peloponnes, Kreta und all den griechischen Inseln, sowohl in der Ägäis, dem Ionischen Meer, und allen anderen griechischen Gewässern, zu finden. Aber die Lebensart und die in Kafenia gelebte Ruhe ist überall die gleiche.

Ursprünglich war das Kafenio überall Männern vorbehalten, Frauen wurden dort nicht gerne gesehen. Auch heute hält sich tagsüber zumeist nur die ältere männliche Bevölkerung eines Ortes im Kafenio auf, wenngleich mittlerweilen auch Frauen anzutreffen sind.

Heute wie damals sind die Kafenia sehr gute Anlaufstellen für all diejenigen, die in einem beliebigen Ort im schönen Griechenland ganz spontan eine Pension oder ein Hotel suchen wollen. Dort erhält man nicht nur die nötigen Informationen, sondern trifft oft auch schon einen Verwandten der empfohlenen Unterkunft, der hoch und heilig verspricht, sich um einen “Special Price” zu kümmern.

Cyclades  Mill

Door to the islands

Tower


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