Da ist mir doch tatsächlich beim Durchsehen uralter Sicherungskopien ein ebenso uralter Artikel in die Hände gefallen, einer, den ich vor Ewigkeiten – als es noch keine Blogs, sondern nur einfache Webseiten gab
– mal verfasst habe. Und da die Basis der Handlung des Artikels auf Kreta stattfindet, bringe ich es nicht übers Herz, diesen wertvollen Beitrag wieder mit den Sicherungskopien verstauben zu lassen.
Viel Spaß also bei diesem Relikt aus dem letzten Jahrtausend…
Vorgeschichte
Vor einiger Zeit, um genau zu sein am Sonntag, dem 5. 9. 1999 so gegen 15 Uhr Ortszeit, sind wir in Chania auf Kreta entlang der Hafenmauer spaziert. Es hatte wohl reichliche 35°C im Schatten, vielleicht auch noch deutlich mehr. Das hat uns aber nicht weiter gestört, da unser kretisches Lustwandeln fand ohnehin fast ausschließlich im Sonnenschein stattgefunden hat. Und was interessiert es uns in der Sonne schon, wie warm es im Schatten ist?
Während wir Fische im Wasser beobachtend dahin geschlendert sind, ist mir urplötzlich in den Sinn gekommen, daß die Griechen ja eigentlich einen sehr eng begrenzten Horizont haben: Zu einer Stadt, die international Chania heißt, sagen sie Hania und schreiben gar Xania.
Dieser Gedankengang hat in mir sofort einen ununterdrückbaren Wissensdurst geweckt: Wie weit ist eigentlich mein Horizont entfernt?
Die Kreta-Diät ist deshalb in aller Munde, weil Studien eindeutig belegt haben, dass die Menschen in den mediterranen Ländern eine höhere Lebenserwartung haben.
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Die Kreta-Diät (auch Mittelmeerdiät) ist weltweit als eine der gesündesten Ernährungsformen anerkannt. Sie ist ideal für Genießer, aber eigentlich nichts für Menschen, die einen festen Diätplan brauchen. Man hat die freie Auswahl zwischen vielen leckeren Gerichten.
Die Kreta-Diät ist deshalb in aller Munde, weil Studien in vergangenen Jahren belegt haben, dass die Menschen in den südlichen, mediterranen Ländern, aber insbesondere auf Kreta eine höhere Lebenserwartung haben. Das wurde primär der dortigen von Olivenöl, mediterranen Kräutern, sowie von viel Obst und Gemüse geprägten typischen Ernährung zugeschrieben.
Statt Kreta-Diät wird oft auch der Begriff Mittelmeer-Diät verwendet. Die Ernährungsempfehlungen stellen in der Kreta-Diät eine spezielle Auswahl von Lebensmitteln dar, die im gesamten Mittelmeerraum regelmäßig gegessen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, wenig rotem Fleisch, der Verwendung von Olivenöl sowie täglich einem Glas Rotwein.
Die Rezepte der Kreta-Diät unterscheiden sich allerdings doch recht deutlich von der als Mittelmeer-Küche oder mediterranen Küche bezeichneten Ernährungsform im Mittelmeergebiet, also der Summer der jeweils typischen Landesküchen. Diese Küchen weisen zwar einige gemeinsame Elemente auf wie die häufige Verwendung von Olivenöl, Kräutern und Knoblauch, unterscheiden sich teilweise jedoch erheblich.
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Tipps und Tricks auf Kreta
Allgemeine Tipps
Wasser ist knapp in südlichen Gefilden. Zwar ist auf Kreta ausreichend Wasser vorhanden, um es sogar auf andere, trockenere Inseln zu exportieren, aber Wasser sparen ist trotzdem gerne gesehen. Halten sie also Ihre Aufenthalte unter der Stranddusche kurz, und Ihre Kinder sollen sich das Wasser zum Spielen aus dem Meer holen, und nicht vom Wasserhahn. Die Einheimischen werden es Ihnen danken.
Ähnliches gilt für Elektrizität. Da mit Wasserkraft nicht viel zu machen ist, wird der Strom überwiegend aus thermischen Anlagen oder gar aus Dieselgeneratoren gewonnen. Sie tun also der Umwelt was zuliebe, wenn Sie auf Stromfresser so weit als möglich verzichten.
Die Kreter sind ein etwas zurückhaltendes Volk, wenn es um Ausländer in Scharen geht. Sie sollten das respektieren, und höflich zu den Leuten sein. Auch lautes Lärmen kommt nicht so gut an, bis man zumindest Blickkontakt mit den Anwesenden hatte, also eine Art Einverständnis eingeholt hat. Die Einheimischen wissen wiederum gutes Benehmen sehr zu schätzen.
Die Geschichte Kretas
Jungsteinzeit
Die ersten Besiedlungsspuren auf Kreta stammen aus der Zeit von vor 8.000 bis 9.000 Jahren. Zu dieser Zeit, dem Neolithikum, oder auch Jungsteinzeit genannt, sind überall, so auch auf Kreta die Menschen dazu übergegangen Ackerbau und Viehzucht zu beteiben, und nicht mehr wie zuvor als Jäger und Sammler zuleben.
Durch Ackerbau und Viehzucht schuf der Mensch die Voraussetzung für ein verstärktes Bevölkerungswachstum. Statt umherzuziehen lebten die Menschen in Dorfgemeinschaften, und solche ersten frühen Bauten sind auch die ersten Belege für menschliche Besiedelung auf Kreta.
Minoische Kultur
Vor ca. 5000 Jahren begann dann die kretische Bronzezeit, und mit ihr entwickelte sich auf Kreta die erste Hochkultur Europas: die Minoische Kultur.
Die Minoische Kultur wird zeitlich in mehrere Phasen eingeteilt. Da wäre zuerst die so genannte Vorpalastzeit, die von ungefähr 3100 v.Chr. bis 2000 v.Chr. datier wird. In dieser Epoche nimmt die Besiedlung Kretas zunächst stetig zu, die Menschen leben in kleinen Dörfern und Familienverbunden von meist 25 bis 50 Personen. Gegen Ende der Vorpalastzeit nimmt die Besiedlung jedoch wieder rapide ab. Die Gründe dafür sind der spärlichen Funde aus dieser Zeit wegen nicht bekannt.
Zahlen und Fakten zu Kreta
Geographie
Kreta (griechisch Κρήτη, Kriti) ist die größte griechische Insel und mit 8.331,231 km² Fläche sowie 1.040 km Küstenlinie die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Größer sind noch Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika. Die Insel ist über 260Kilometer lang, und an ihrer breitesten Stelle über 60 Kilometer breit.
Kreta grenzt im Norden an die Ägäis, die hier in ihrem südlichen Teil oft auch Kretisches Meer genannt wird. Im Süden grenzt Kreta an das Lybische Meer. Im Osten heißt das Meer Karpathisches Meer, und ist wiederum ein Teil der südlichen Ägäis.
Kreta ist sehr gebirgig und wird durch eine von West nach Ost reichende Gebirgskette bestimmt, die zumeist zur Südküste hin steiler, zum Norden hin flacher abfällt. Die höchsten Bergzüge auf Kreta sind das Ida Gebirge (2.456m), die Weißen Berge (Lefka Ori, bis 2.452m), das Dikti Gebirge (2.148m) und die bis 1.476m hohen Thripti Berge im Osten der Insel.
Diesen Gebirgen verdankt Kreta die fruchtbaren Hochebenen Lasithi, Omalos und Nida, Höhlen wie die Diktäische Höhle und tiefe Schluchten wie die bekannte Samaria-Schlucht.
Die Gesichter Kretas
Kreta hat verschiedene Gesichter, in denen es sich seinen Besuchern präsentieren kann. Da wäre zunächst das Gesicht, das die meisten Touristen, als leider einziges, kennen lernen. Nämlich das Gesicht das durch den Massentourismus hervorgerufen wird, angepasst an Gäste, denen das Gesicht ihres Urlaubsdomizils eigentlich egal ist.
Diese Touristen wollen Sonne, Strand und Meer, und das zu möglichst billigen Preisen. Und genau so präsentiert sich die Region um Heraklion und Hersonissos auch: Optimiert für den Umsatz mit Touristen. Weder schön, noch umweltschonend. Aber das spielt für ein bis zwei Wochen Aufenthalt auch keine Rolle, für den perfekten Strandurlaub ist ja gesorgt.
Dann hat Kreta noch das Gesicht des gut erschlossenen Urlaubsgebietes mit echtem eigenen Charakter zu bieten. Die wunderschönen, und weithin bekannten Städte an der Nordküste, Chania, Rethymno, Agios Nikolaos und Sitia, sowie deren Umland, sind touristisch voll erschlossen, haben dabei aber ihren eigenen typisch kretischen und griechischen Charakter bewahrt.
Wenngleich es hier auch vereinzelte Hotelbunker gibt, so ist doch alles viel harmonischer und besser in die südliche Umwelt integriert. Hier findet der Urlauber alles, was er für einen qualitativ sehr hochwertigen Urlaub braucht, in dem er auf nichts zu verzichten braucht, und trotzdem ein gutes Stück Griechenland und Kreta erleben kann. Ein wunderschöner Strand, ungetrübter Badespaß und stilvolles Ambiente wird auch hier überall geboten.




