Christoph am 8. August 2008


Ouzo soll doch einfach griechischer Raki sein. Griechischer Raki ist aber gar kein Ouzo, und mit Anis versetzte Schnäpse sind rund ums Mittelmeer beliebt.

Rund ums Mittelmeer lieben die Menschen Alkohol der mit Anis versetzt wurde. Raki, Ouzo, Pastis, Absinth, Sambuca und Anisette sind nur einige davon, aber sie dürften allen ein Begriff sein, und die meisten denken wohl gerade daran, dass sich all diese Spirituosen doch weißlich trüb verfärben, wenn man sie mit Wasser verdünnt. Richtig, das ist eine Gemeinsamkeit all dieser Anisées, wie die Anisschnäpse genannt werden. Man trinkt sie mit Wasser verdünnt, und sie werden dabei trübe.

Alles Anis, oder was?

Ouzo ... ReceivedOft wird behauptet, Ouzo sei einfach der griechische Raki. Beides ist ein Schnaps, der mit Anis versetzt ist, und zum Trinken oft mit Wasser verdünnt wird, was ihn trübe weißlich werden lässt. Auch der Pastis aus Frankreich hat diese Eigenschaften, und auch er wird oft als einfach nur als französischer Raki gesehen. Oder auch als französischer Ouzo, ganz wie man will.

All das stimmt, und stimmt dann eigentlich doch wieder nicht.

Zunächst einmal stimmt sicher nicht, dass Ouzo einfach griechischer Raki ist. Griechischer Raki ist ein Tresterbrand aus Kreta, auch Tsikoudia genannt. Dieser griechische Raki, der auch tatsächlich Raki heißt, wird aber nicht mit Anis versetzt, und fällt dementsprechend beim Verdünnen mit Wasser nicht weiß aus. Dieses Ausfallen der ätherischen Öle wird auch Louche-Effekt genannt.

Ready to get an ouzo?Ouzo hingegen ist auch ein Tresterbrand, der vor dem zweiten Brennen mit Anis versetzt wird. Trester sind die vorwiegend festen Rückstände, die nach dem Auspressen des Saftes von Pflanzenbestandteilen übrig bleiben, also beim Weinbau die Pressrückstände der Weintraube beim Herstellen von Wein. Nach dem ersten Brennen wird hier Anis, und meist auch Fenchelsamen zugegeben. Nach dem zweiten Brennen wird der Schnaps mit ca. 40% Alkoholgehalt in Flaschen abgefüllt und verkauft.

Wird nach dem ersten Brennen kein Anis zugesetzt so erhält man den Tresterbrand, der auf Kreta Tsikoudia heißt, aber im restlichen Griechenland Tsipouro genannt wird.

Mehr zu den griechischen Varianten Ouzo, Tsipouro und Tsikoudia/Raki gibt es auf der Seite zu den griechischen Spirituosen hier auf kafenio.eu:
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