Das Mittelmeer liegt zwischen Afrika und Europa, sowie Asien in Osten. Seine Fläche umfasst 2,5 Mio. km², und es enthält in etwa 4,3 Mio. km³ Wasser.

Zahlen, Daten und Fakten zum Mittelmeer Das Mittelmeer, oder auch Mediterranes Meer genannt, liegt zwischen Afrika und Europa, sowie Asien in Osten. Seine Fläche umfasst 2,5 Mio. km², und es enthält in etwa 4,3 Mio. km³ Wasser. Das sind 4.300.000.000.000.000 Liter Salzwasser – diese Zahl ist natürlich gerundet, falls es mal wer nachmisst. Die tiefste […]

Zahlen, Daten und Fakten zum Mittelmeer

Das Mittelmeer, oder auch Mediterranes Meer genannt, liegt zwischen Afrika und Europa, sowie Asien in Osten. Seine Fläche umfasst 2,5 Mio. km², und es enthält in etwa 4,3 Mio. km³ Wasser. Das sind 4.300.000.000.000.000 Liter Salzwasser – diese Zahl ist natürlich gerundet, falls es mal wer nachmisst. Die tiefste Stelle des Mittelmeeres befindet sich südlich der griechischen Halbinsel Peloponnes bzw. südwestlich der vorgelagerten Insel Kythera, und dort ist das Mittelmeer 5.267 Meter tief.

Rund 80 Flüsse in 19 Anrainerstaaten bringen Wasser und allerlei sonst ins Mittelmeer, aber die engste Stelle an der Verbindung zum Atlantik, die Straße von Gibraltar, misst nur 13 Kilometer. Das ist nicht viel für ein Meer von 2,5 Millionen Quadratkilometern, jedenfalls verlangsamt es den Wasseraustausch enorm: Bis zu 100 Jahre sind nötig, bis das gesamte Wasser erneuert wurde. Ungeklärte Abwässer, Öltransporte, Tourismus und Schiffsverkehr belasten das Meer und seien Bewohner, genauso wie eine intensive Fischerei. Nur die immense Selbstreinigungskraft dieses Meeres konnte bisher eine ökologische Katastrophe verhindern.

Umgekehrt hat aber genau diese Abgeschiedenheit das Mittelmeer zu einem „Brutkasten der Evolution“ werden lassen. Hier zwischen Seegraswiesen und felsigen Riffen, Tiefseebergen und bis zu 5.000 Meter tiefen Gräben finden die unterschiedlichsten Arten ein Zuhause. Nicht einmal ein Prozent der globalen Wasserfläche ist Heimat für fast neun Prozent allen marinen Lebens – mit mehr als 10.000 bislang identifizierten Arten! Wer das Mittelmeer für langweilig hält und Exotik nur in der Südsee erwartet, irrt: Mehr als 20 Wal- und Delfinarten tummeln sich hier, darunter Finnwale, Pottwale, Pilotwale, manchmal Zwergwale und selten auch Buckelwale. Auch Grüne Meeresschildkröten und leider immer seltener Leder- und Karettschildkröten fliegen durchs Wasser. Zu den bedrohtesten Tierarten im Mittelmeer gehört die Mittelmeer-Mönchsrobbe – dabei steht sie schon seit 1966 unter Schutz.

Calypsotief, die tiefste Stelle des Mittelmeeres, am SatellienbildDas Mittelmeer ist im Westen es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantik verbunden, im Nordosten über den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Suezkanal mit dem Roten Meer. Die flächenmäßig größte Insel des Mittelmeers ist Sizilien, gefolgt von Sardinien, Zypern, Korsika und Kreta. Die bevölkerungsreichste Insel ist Sizilien mit mehr als 5 Mio. Einwohnern.

Das Mittelmeer ist in folgende Nebenmeere unterteilt:

  1. Ägäisches Meer
  2. Ionisches Meer
  3. Adriatisches Meer
  4. Marmarameer
  5. Levantisches Meer
  6. Pelagien
  7. Tyrrhenisches Meer
  8. Ligurisches Meer
  9. Golfe du Lion

Diese Nebenmeere sind dann wieder weiter unterteilt, sie zum Beispiel die Adria bzw. das Adriatische Meer dann weiter aus u.a. dem Golf von Trieste oder dem Golf von Venedig besteht.

Mitteleer und Geschichte

Vor ca. 200–150 Mio. Jahren begann der damalige Urkontinent Pangäa aufzubrechen. Es löste sich die jetztige afrikanische Platte von der europäischen Platte, und das dadurch aufgerissenen Becken stellt die Urform des Mittelmeeres dar. Die Tethys, der Ozean im Osten des Urkontinents dehnte sich daraufhin bis zur europäischen Platte aus.

Vor 6 Millionen Jahren trocknete das Mittelmeer vollständig aus, da der Meeresspiegel aufgrund einer Vereisung am Südpol um etwa 50 Meter sank und sich zudem die Straße von Gibraltar aufgrund der plattentektonischen Kollision Afrikas mit Europa schloss. Es bildete sich im gesamten Becken des Mittelmeers eine Salzwüste, man spricht von der Messinische Salinitätskrise. Binnen einiger zehntausend Jahre war das Mittelmeer praktisch ausgetrocknet, das verdunstende Wasser liest enorme Salzablagerungen zurück, die Leben im Becken des Mittelmeers nur schwer möglich machten.

Diese Phase dauerte allerdings nicht lange an, und schon bald öffnete sich die Strasse von Gibraltar wieder, und ließ Wasser vom Atlantik einströmen. Das grandiose Bild von einem tausend Meter hohen Wasserfall, tausend Mal so mächtig, wie die Niagarafälle, der tosend in die tiefen Wüstenbecken einbricht, und das Mittelmeer in geologisch kürzester Zeit wieder auffüllt, ist heute allerdings umstritten. Tatsächlich dürfte die Wiederbefüllung des Mittelmeeres wesentlich ruhiger und gemächlicher abgelaufen sein.

Zuletzt war das Mittelmeer während der Eiszeit zumindest teilweise ausgetrocknet. Daher fand Henry Cosquer, ein französischer Taucher, 1985 nahe Marseille die später nach ihm benannte Henry-Cosquer-Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, deren Eingang 36 Meter unter dem Meeresspiegel liegt.

Mittelmeer und Geologie

Das Mittelmeer besteht hauptsächlich aus vier größeren Tiefseebecken: Das Balearen-Becken, das bis zu 3.255 m tief ist und im westlichen Teil des Mittelmeers liegt, bildet das kleinste Becken. Im westlichen Mittelteil befindet sich das Tyrrhenische Becken mit einer Tiefe von bis zu 3.758 m. Im östlichen Mittelteil des Mittelmeers liegt das Ionische Becken, bis zu 5.267 m tief ist. In der östlichen Region befindet sich das bis zu 4.517 m tiefe Levantische Becken.

Da das Mittelmeer nur eine schmale Verbindung mit dem Atlantik hat, beträgt der Tidenhub lediglich bis zu einem halben Meter. Eine nennenswerte Gezeitenströmung gibt es nur bei der Meerenge von Gibraltar und in den Lagunen zwischen Venedig und Triest.

Der Salzgehalt des Europäischen Mittelmeeres liegt mit rund 3,8 Prozent höher als der des Atlantiks. Dies ist eine Folge der starken Verdunstung, die nicht durch den Süßwasserzufluss der großen Flüsse und Ströme ausgeglichen wird. Daher fließt am Grund der Straße von Gibraltar ein kräftiger Salzwasserstrom in den Atlantik ab, während an der Oberfläche salzärmeres und daher leichteres Ozeanwasser in das Mittelmeer transportiert. Der Oberflächensalzgehalt steigt von West nach Ost von 3,63 Prozent in der Straße von Gibraltar auf 3,91 Prozent vor der Küste Kleinasiens.

Mittelmeer und Klima

Das Mediterrane Klima ist weithin bekannt. Es wird durch sehr warme, überwiegend trockene Sommer und niederschlagsreiche und milde Winter geprägt. Die mittleren Lufttemperaturen reichen im Sommer von 23 °C in den westlichen Gebieten bis 26 °C im Osten. Im Winter liegen die Werte bei 10 °C im Westen und 16 °C vor der levantinischen Küste. Die Jahresniederschläge nehmen von Westen nach Osten ab.

Das Mittelmeer ist von der globalen Erwärmung stark betroffen. So verzeichneten Forscher seit Mitte des 20. Jahrhunderts einen Anstieg des Meeresspiegels, der sich seit den 1970er Jahren auf bis zu 2,5 bis 10 mm jährlich zwischen 1990 und 2007 beschleunigt hat. Auch stieg die Wassertemperatur seit den 1970er Jahren um 0,12 bis 0,5 °C signifikant an.

One Response to “Das Mittelmeer”


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