Die Erde hat wieder einmal gebebt in Griechenland. Nachdem ja bereits in den letzten Monaten immer wieder Berichte über doch recht heftige Beben in Griechenland zu hören waren, fragt man sich, wie sicher Griechenland eigentlich ist. Griechenland ist das europäische Land mit den meisten Erdbeben, die Hälfte aller Beben des Kontinents ereignet sich hier.
Die Erschütterungen des heutigen Bebens, das sein Epizentrum 450 Kilometer südlich von Rhodos in einer Tiefe von 60 Kilometer hatte, waren auch entlang der türkischen Ägäisküste, auf der Insel Kreta und auf dem griechischen Festland zu spüren. “Alle Menschen sind auf den Straßen. Ich sehe jedoch keine Schäden”, berichtete ein Radioreporter im Staatsradio aus Rhodos. Ein Seismologe sagte im Rundfunk, dass in diesen Fällen die Panik der Menschen gefährlicher sei, als das Beben selbst.
Eine Flutwelle wurde nicht registriert. Unter dem Meeresboden südlich der Ägäis verläuft ein tiefer Graben. Dort stoßen die afrikanische und die europäische Platte aufeinander. Dabei entstehen jährlich hunderte Erdbeben. Das war das dritte starke Beben, das seit Juni Teile Griechenlands erschütterte.
Eigentlich ist Griechenland sehr sicher in Hinsicht auf Erdbeben: Einerseits ist sicher, dass es häufig Erdbeben gibt, andererseits ist genau deswegen auch alles entsprechend gegen Beben abgesichert. So sind zum Beispiel die Bauvorschriften, was Erdbeben anbelangt, sehr restriktiv.
Beim Beben heute ist eine 56 Jahre alte Griechin ums Leben gekommen. Als sie die Treppe hinuntergestürzt ist, um sich ins Freie zu retten, hat sie sich das Genick gebrochen. Bei ähnlichen Unfällen sind diesmal fünf weitere Menschen leicht verletzt worden. Beim Beben am Peloponnes Anfang Juni sind zwei Menschen gestorben, weil Trümmer alter Gebäude sie getroffen haben. Beim Beben am Peloponnes sind darüber hinaus über 200 Personen verletzt worden.
Die Beben sind also stark, und sie sind mit ihren tragischen Auswirkungen sicherlich nicht zu unterschätzen. Die Frage, ob man Griechenland deswegen besser meiden sollte, kann aber sehr leicht beantwortet werden: Nein. Griechenland ist sicher. In Hotels oder sonstigen touristischen Einrichtungen, wie Pensionen oder Privatzimmern, ist niemand zu Schaden gekommen. Urlaub in Griechenland ist also nicht gefährlicher als Urlaub in anderen Gefilden.
Und so manche Lawine im Winterurlaub hat schon mehr Todesopfer gefordert, als Erdbebentote in Griechenland pro Jahrzehnt zu beklagen sind. Deswegen hinterfragt ja auch niemand ob die Schweiz oder Österreich die Sicherheit wohl im Griff haben.
Informationen zur Tsunamigefahr in Griechenland nach Seebeben sind im folgenden Artikel zu finden:
Nachdem es ja mehrmals jedes Jahr zu Erdbeben und auch Seebeben in Griechenland kommt, stellt sich natürlich nach den Ereignissen Ende 2004 die Frage, ob auch Griechenland in Gefahr ist, einen Tsunami zu erleben.
kafenio.eu/2008/07/15/tsunami-in-griechenland/
Ein YouTube Video zu den Auswirkungen des Erdbebens am 8. 6. am Peloponnes:
Ein starkes Seebeben hat am Dienstag die griechische Urlauberinsel Rhodos erschüttert. Dabei starb eine Frau, als sie aus ihrem Haus flüchten wollte.
nachrichten.at/apanews/
Ein Seebeben der Stärke 6,3 hat die Insel Rhodos erschüttert. Tausende Touristen und Einwohner liefen auf die Straßen, eine Frau kam ums Leben, als sie in Panik aus ihrem Haus lief und auf einer Treppe stürzte.
www.sueddeutsche.de/panorama/
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 in Westgriechenland sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten hat sich in der Nacht zum Montag weiter erhöht, auf mindestens 125.
www.sueddeutsche.de/panorama/
In der Karte sind die Erdbeben der letzten Wochen innerhalb Europas verzeichnet. Die Farbe gint an, wie lange das Beben zurückliegt, die Größe des Kästchens gibt die Stärke des bebens wieder.
www.zamg.ac.at/geophysik/bebenkarte/




