Die Express Samina ist im September 2000 vor Paros auf einen Felsen aufgelaufen und binnen 45 Minuten gesunken. 82 Menschen starben bei diesem Unglück.

Die Express Samina ist damals auf zwei Felsen vor dem Hafen von Paros gelaufen. Diese Felsen sind an sich weithin zu sehen, aber der Autopilot, der aktiviert war, hat in der Nacht bei schlechtem Wetter wohl nichts gesehen.

Ich kann mich noch gut an das Unglück erinnern. Denn ich habe die Express Samina, die Fähre, die damals gesunken ist, vier oder fünf Tage zuvor noch im Hafen von Naxos gesehen. Wir haben damals gewitzelt, dass die Express Samina noch gebrechlicher aussieht, als die Fähre auf der wir uns damals gerade befunden haben.

Und dann war ich gerade wieder an der Arbeit, immer noch verzweifelt bemüht mir alle meine Passwörter nach vier Wochen in Griechenland wieder zu merken, als plötzlich alle Schlagzeilen voll des Unglückes vor Paros waren.

Die Express Samina ist damals auf zwei Felsen vor dem Hafen von Paros gelaufen. Diese Felsen sind an sich weithin zu sehen, aber der Autopilot, der aktiviert war, hat in der Nacht bei schlechtem Wetter nichts gesehen. Das Foto links zeigt diese Felsen, die die Einheimischen “Portes”, also Türen, bzw. Portal nennen, ein knappes Jahr nach dem Unglück, von mir selber von Parikia aus, der Hauptstadt von Paros, aufgenommen.

Der Felsen hat das Schiff beim Auflaufen an der Seite über viele Meter aufgerissen. Das eindringende Wasser hat das elektrische Bordsystem ausser Kraft gesetzt, und dadurch haben sich auch die automatischen Sicherheitstüren nicht mehr geschlossen. Die Fähre ist innerhalb von nur 45 Minuten gesunken.

82 Menschen sind damals gestorben. Der zum Zeitpunkt des Unglücks diensthabende Offizier und der Kapitän wurden wegen der groben Fahrlässigkeit zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, drei Mitglieder der Crew wurden ebenfalls zu Haftstrafen verurteilt, weil sie, statt bei der Evakuierung der Fähre zu helfen, sich selbst in Sicherheit gebracht hatten.

Das Positive an diesem tragischen Unfall ist aber, dass in ganz Europa, insbesondere aber natürlich in Griechenland, durch dieses Unglück die Gesetzgebung hinsichtlich Sicherheitsvorschriften geändert wurde, und nun die Kontrollen aller Fähren jetzt nach einem zeitgemäßen Prozedere mit sehr hohen Qualitätsanforderungen geschehen.

Die alljährlichen Fährentests der Automobilclubs belegen, dass die Fähren inzwischen hervorragend gewartet sind, und alle Anforderungen hinsichtlich Sicherheit mehr als erfüllen.






Wrack des Kreuzfahrtsschiffes vor Santorin
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Express Samina
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Chronologie schwerer Fährunfälle seit 1987
Laut einer aktuellen Statistik der ShipPax Datenbank sind weltweit 1162 Ro-Ro-Passagierfähren unterwegs mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. In der Ostsee fahren davon 190, in der Nordsee 111 und im Mittelmeer 388. Lesen Sie mehr dazu auf www.seereisenmagazin.com…

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