Der eigentlich im Roten Meer beheimatete Hasenkopf breitet sich jetzt auch in der Ägäis aus. Wie einige andere Fischarten auch ist diese Fischart durch den Suez-Kanal hindurch in das durch die Klimaerwärmung imme wärmer werdende Meer gewandert. Dies ist an sich seit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 immer wieder passiert. Diese Einwanderung von neuen Arten […]

Der eigentlich im Roten Meer beheimatete Hasenkopf breitet sich jetzt auch in der Ägäis aus. Wie einige andere Fischarten auch ist diese Fischart durch den Suez-Kanal hindurch in das durch die Klimaerwärmung imme wärmer werdende Meer gewandert.

Dies ist an sich seit der Eröffnung des Suez-Kanals 1869 immer wieder passiert. Diese Einwanderung von neuen Arten vom Roten Meer ins Mittelmeer ist nach dem Erbauer des Suez-Kanals, Ferdinand de Lesseps, benannt, und heißt Lessepsche Migration. Eine Liste der Lessepschen Migranten ist auf Wikipedia verfügbar.

Was ist jetzt so besonders am Hasenkopf? Der Fisch hat im Ober- und Unterkiefer je zwei grosse Zähne, was ihm das Aussehen eines Hasen verleiht. Darum wird er auch Hasenkopf genannt, oder auf Latreinisch eben Lagocephalus. Die Fiusche werden bis zu 35cm lang, haben einen torpedoförmigen Körper, schwarze Punkte am ganzen Körper und zwei silberne Streifen auf der Seite.

Der Hasenkopf ist aber auch verwandt mit den Kugelfischen, und hat daher von diesen eine Eigenschaft geerbt, die ihn sogar für Menschen lebensgefährlich macht.


Auch der Hasenkopf verfügt nämlich über das hochkonzentrierte und tödliche Gift der Kugelfische in den inneren Organen wie der Haut. Auch beim Hasenkopf ist das Gift so stark, dass Menschen beim Verzehr eine vielfache Dosis der tödlichen Menge aufnehmen kann. Das Gift führt zu schweren Vergiftungserscheinungen (Muskel- / Atemlähmung, Kreislaufversagen), und kann eben sogar zum Tod führen.

2003 wurde in der türkischen Ägäis der erste Hasenkopf im Mittelmeer gefangen. 2004 folgte ein weiters Exemplar bei Jaffa in Israel und eines bei Antalya in der Türkei. 2005 wurden dann weitere Exemplare bei Kreta und bei Rhodos gefangen. Und jetzt, im Oktober 2008 wurden drei Hasenköpfe in der Nähe von Athen gefangen.

Es ist also anzunehmen, dass die Hasenköpfe bereits in der ganzen Ägäis weit verbreitet sein, und das erste Auftauchen von Exemplaren im Ionischen Meer und in der Adria in den nächsten ein oder zwei Jahren zu erwarten ist.

Wer im Urlaub beim Angeln einen Hasenkopf fängt ist aufgerufen sofort die nächsten Behörden darüber zu informieren.



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