Am 10. Mai wurde in Griechenland in der Nähe von Athen ein 7.5 Meter langer Riesenhai gefangen. Lesen Sie mehr dazu auf Kafenio.eu.

Am 10. März 2009 wurde vor der Küste von Vouliagmeni, ein Stückchen südöstlich von Athen, ein 7.5 Meter langer Riesenhai gefangen. Der Hai verfing sich in den Netzen eines Fischerbootes und kam darin um. Er wurde mittels eines Kranes auf einen Anhänger verladen, und zu einer Fischfarm für weitere tierärztliche Untersuchungen gebracht. Fische dieser Grösse sind selten geworden vor Griechenland.

Foto eines RiesenhaisAm 10. März 2009 wurde vor der Küste von Vouliagmeni, ein Stückchen südöstlich von Athen, ein 7.5 Meter langer Riesenhai gefangen. Der Hai verfing sich in den Netzen eines Fischerbootes und kam darin um. Er wurde mittels eines Kranes auf einen Anhänger verladen, und zu einer Fischfarm für weitere tierärztliche Untersuchungen gebracht.

Fische dieser Grösse sind selten geworden vor Griechenland. Nun ist es ja nicht so, dass vor 100 Jahren jeden Tag hunderte Fische mit mehr als sieben Metern Länge gefangen wurden. Aber vor 20 Jahren noch wäre es keine Schlagzeile wert gewesen wenn ein Riesenhai aus dem Wasser gezogen worden wäre. Zur Schlagzeile auf eKathimerini.com geht es hier. Es hätte damals ja auch noch kein Fischer gleich die Presse verständigt, sondern es hätte einfach eine Grillparty gegeben, vorausgesetzt der Fisch wäre grillbar gewesen.

Die Frage aber ist: Wie viele Menschen kann ein Riesenhai pro Tag im ärgsten Horror-Szenario fressen?

Diese Frage kann man recht leicht beantworten. Unter den schrecklichsten Umständen könnte ein großer Riesenhai – das größte je gefangene Tier war 13.7 Meter lang – binnen 24 Stunden keinen einzigen Menschen verspeisen. Noch nicht mal einen Säugling würde der Riesenhai schlucken, denn er ist auf wenige Millimeter großen Plankton spezialisiert, verschmäht aber auch bis zu ein paar Zentimeter große Fische nicht.

Vouliagmeni

Foto eines RiesenhaisIm Sommer finden sich Riesenhaie oft in Gruppen direkt an der Wasseroberfläche, wo sie das im Sonnenlicht gedeihende Plankton abernten. Dabei ist nur ihr Maul zu sehen, und so könnten diese Riesenhai-Gruppen zur Entstehung der Legenden über Riesen-Wasserungeheuer beigetragen haben, die sich ja bekanntlich wie eine Schlange an der Wasseroberfläche bewegen sollen.

Im Winter hingegen ziehen sich die Riesenhaie einzeln in tiefere Regionen der Ozeane und Meere zurück, und fressen das Tiefsee-Plankton, das verständlicherweise nicht in für Gruppen-Fressorgien – wie im Sommer – benötigen Mengen zur Verfügung steht.

Riesenhaie finden sich immer wieder im Mittelmeer, hier allerdings üblicherweise nur im Winter, da sie eher kühle Wassertemperaturen von bis 15 Grad vorziehen. Es ist also an sich völlig normal, dass Anfang März im Mittelmeer ein Riesenhai einem Fischer ins Netz geht. Was schade ist, ist, dass es nur mehr so wenige Riesenhaie gibt, dass dies nur sehr selten noch passiert, und ein solches Ereignis sofort in verschiedenen Medien (siehe z.B. eKathimerini) und Blogs (siehe z.B. Kafenio.eu) breitgetreten wird.

Aber schließlich kann ja jeder einzelne für sich selbst bestimmen, ob ihm der Schutz der Arten ein Anliegen ist. Wer hier lieber heute mal was tun möchte, und es nicht – wie üblich? :-) – auf morgen verschieben möchte, der ist beim World Wildlife Fund unter http://worldwildlife.org/ an der richtigen Adresse.

Wikipedia: Riesenhai
Der Riesenhai (Cetorhinus maximus) ist nach dem Walhai der zweitgrößte bekannte Fisch der Erde. Er erreicht eine Körperlänge von bis zu zehn Metern und dabei ein Gewicht von rund vier Tonnen. Berichte über größere Exemplare mit bis zu zwölf oder gar fünfzehn Metern Länge konnten bisher nicht bestätigt werden. Lesen Sie mehr dazu auf de.wikipedia.org…

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