Nicht nur im alten Ägypten wurden die Toten einbalsamiert, auch im antiken Griechenland war dieser Brauch bekannt.

Jetzt entdeckte ein Forscherteam erstmals konkrete Hinweise auf Einbalsamierung an den sterblichen Resten einer griechischen Frau. Der Fund stammt aus dem römischen Griechenland um das Jahr 300 nach Christus.

Totenkult in Griechenland

Nicht nur im alten Ägypten wurden die Toten einbalsamiert, auch im antiken Griechenland war dieser Brauch bekannt. Diese Erkenntnis gewannen Forscher aus den Überresten einer rund 1.700 Jahre alten Frauenleiche. Die Frau war etwa 55 Jahre alt, als sie in Nordgriechenland starb und bestattet wurde. Sie gehörte offenbar der sozialen Oberschicht an, sagen Forscher von der Universität Zürich um Leiter Frank Rühli.

Zum ersten Mal in der abendländischen Kulturgeschichte findet sich bei den antiken Griechen der Begriff der Seele (psyche) klar umrissen. Im Augenblick des Sterbens, so der Glaube, löste sich die Seele vom Körper, um in das Reich der Toten, den Hades zu fliegen. Die Seele wurde als Ebenbild (eidolon) des verstorbenen Menschen angesehen, körper- und schwerelos, aber dennoch fähig zu leiden und sich ins Leben zurück zu sehnen. Damit diese Ebenbilder der Toten in den Hades, das Totenreich gelangen konnten, über das der gleichnamige Gott und seine Ehefrau Persephone (Kore) herrschten, mussten ihnen durch Begräbnisrituale die letzten Ehren erwiesen werden.

Die Wissenschaftler aus der Schweiz und Kollegen aus Griechenland fanden Weichteile, Haare und Reste eines goldbestickten Seidengewandes. Außerdem entdeckten sie Spuren von Ölen, Fetten, Harzen und Gewürzen, die zur Einbalsamierung verwendet wurden. Der gute Zustand des Fundes erlaubte dem Forschungsteam genaue Untersuchungen.

Bisher sei nur aufgrund historischer schriftlicher Quellen vermutet worden, dass in Griechenland zu römischen Zeiten gewisse Verstorbene einbalsamiert wurden. Nun habe man zum ersten Mal konkrete Hinweise, dass die Vermutung stimme. “Noch nie konnten für diese Zeitperiode in Griechenland solche Einbalsamierungssubstanzen nachgewiesen werden”, erklärt Christina Papageorgopoulou vom Anatomischen Institut der Universität Zürich.

Historisch ist der Fund der Spätantike zuzuordnen. Griechenland gehörte um 300 nach Christus zum Römischen Reich. Im Jahr 330 bauchte der römische Kaiser Konstantin der Große die alte griechische Gründung Byzanz aus, die nach der Teilung in ein weströmisches und ein oströmisches Reich 395 die Wiege des byzantinischen Reiches wurde.

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