Die Lage auf den meisten der ägäischen Inseln ist recht angespannt. Durch die Klimaänderung und damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie den im Mittelmeerraum reduzierten Niederschlägen, wird das ohnehin schon sehr knappe Wasser auf den Inseln in der Ägäis noch knapper. Auch die immer grösseren Mengen von Touristen, die die traumhaften Strände und das klare Wasser […]

Die Lage auf den meisten der ägäischen Inseln ist recht angespannt. Durch die Klimaänderung und damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie den im Mittelmeerraum reduzierten Niederschlägen, wird das ohnehin schon sehr knappe Wasser auf den Inseln in der Ägäis noch knapper. Auch die immer grösseren Mengen von Touristen, die die traumhaften Strände und das klare Wasser in der Ägäis zu Recht genießen wollen, verschärfen die Situation immer mehr.

Schon seit Jahrzehnten sind viele der bewohnten Inseln zumindest in den Sommermonaten auf Wasserlieferungen angewiesen. Diese Wasserlieferungen kommen mit eigenen Tankerschiffen, deren Zweck darin besteht, Trinkwasser für die bedürftigen Inseln zu liefern. Das Trinkwasser stammt dabei überwiegend vom nördlichen griechischen Festland, aber auch aus z.B. Kreta.

Aber wie oben erwähnt verschärft sich die Situation zusehends: Es gibt weniger Wasser, aber es wird immer mehr Wasser benötigt. Und somit eskaliert die Situation zur Zeit ein wenig: Viele der bisherigen Wasserlieferanten liefern weniger Wasser als zugesagt. Damit gibt logischer weise es zuwenig Wasser für die abhängigen Inseln. Um aber keine Touristen zu vergraulen, werden die touristischen zuerst mit Wasser beliefert, was dann fürdie kleineren, touristisch weniger bedeutenden Inseln teils drastaische Lieferausfälle zur Folge hat.

So war zum Beispiel der Insel Nissiros zweimal jede Woche ein Versorgungsschiff mit Trinkwasser zugesagt worden. tatsächlich aber kommt nur einmal pro Woche eine Wasserlieferung, was also einen Ausfall von 50% der zur Verfügung stehenden Wassermenge hat.

Um die Situation kurzfristig zu entschärfen, hat die griechische Regierung jetzt grössere Wassermengen aus dem Ausland zugekauft; dieses Wasser wird jetzt den restlichen Sommer über ausgeliefert. Mittel- und langfristig wird aber nur eine möglichst rasche Umsetzung der seit Jahren von der Regierung zugesagten, aber nie in Angriff genommenen, Projekten zur Errichtung von Entsalzungsanlagen zur Gewinnung von Trinkwasser aus Meerwasser eine Lösung dieses Problems bringen.

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Um auch weiterhin langfristig Urlaub in der Ägäis genießen zu können sind also auch alle Urlauber in Griechenland, nicht nur in der Ägäis, aufgerufen, die lokale Situation zu respektieren und Wasser sparen zu helfen: Beim Duschen und Zähneputzen das Wasser nicht rinnen lassen, etc. etc. Die griechen werden es Ihnen danken.



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